Geschichte von Bremen

Die Hanse und der stolze Roland

Ein Höhenzug an einem Flusslauf. Ein Fluss, der Fisch spendet und frisches Wasser und über den andere Siedlungen gut zu erreichen sind. Die Geschichte von Bremen beginnt wie so viele Stadtgeschichten. Und der über 20 Kilometer lange Dünenzug an der Weser schützt die Siedler vor Hochwasser und Überschwemmung. Irgendwann lassen sich jungsteinzeitliche Bauern auch auf dieser Düne nieder. „Geschichte von Bremen“ weiterlesen

Geschichte von Darmstadt

Von Aufschwung und Zerstörung

Sandablagerungen, Dünen und Landzungen entlang der alten Flussläufe von Rhein und Neckar boten Schutz vor Hochwasser und machten so eine dauerhafte Besiedlung möglich, die Geschichte von Darmstadt begann schon in der Jungsteinzeit. Natürliche Wege begünstigten den Austausch von Waren. Ausgrabungen beweisen, dass der Raum um Darmstadt schon früh bewohnt wurde.
Der Ort selbst, wahrscheinlich eine fränkische Gründung aus dem 8. oder 9. Jhdt., tauchte als Name in der Geschichte von Darmstadt aber erst gegen Ende des 11. Jhdts auf, nachdem Graf Sigebode den Ort mit Zinsabgaben belastete. „Geschichte von Darmstadt“ weiterlesen

Geschichte von Hann. Münden

Handel am Flüsse-Eck

Die Geschichte von Hann. Münden beginnt schon mit den Römern. Die verirrten sich schon so weit nach Norden und stellten ganz in der Nähe des heutigen Hannoversch Mündens ein Lager auf, dessen Überreste besichtigt werden können.

802

Die Siedlung Grimundi an der Stelle des Stadtteils Altmünden wird als Geschenk an das Kloster Fulda erwähnt.

1183

Offiziell beginnt die Geschichte von Hann. Münden als sie noch Münden hieß. 1183 wird der Name erstmals erwähnt, zu diesem Zeitpunkt schon als Stadt im Dreieck von Werra und Fulda.

1200

Es wird mit dem Bau von Stadtmauer, Stadttoren und Wällen begonnen.

1247

Herzog Otto I von Braunschweig verleiht der Stadt das Mündener Stapelrecht. Handelswaren mussten den Mündener Bürgern drei Tage zum Kauf angeboten werden. Der Aufschwang begann.

Zwischen Thüringen und Bremen galt Münden als wichtigste Handelsstadt. An den Flussufern entstanden Lagerplätze und Lagerhäuser, die Wanfrieder Schlagd an der Werra und die Kasseler Schlagd an der Fulda.

1342

Während des Hochwassers der „Magdalenenflut“ steigt der Wasserspiegel und überflutet die etwa 500 Häuser der Stadt.

Reformation

1525

Erich I, Fürst von Calenberg-Göttingen, heiratet Elisabeth von Braunschweig und überlässt ihr Münden als als Leibzucht und Herrschaftsgebiet. Nach dem Tod Erich I 1540 herrschte sie für den noch minderjährigen Erich II bis 1546.

Als Ihre Residenz wählte sie Hannoversch-Münden. In dieser Zeit holte sie Antonius Corvinus in die Stadt, der hier die Reformation entführte.

Blutpfingsten

1626

Pfingsten, 9. Juni 1626. Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt von der Armee Tillys Tage lang beschossen und schließlich eingenommen. Die Söldner wüten, plündern und morden. Ein Großteil der Bevölkerung wird umgebracht.

Amerika

1776

Die Geschichte von Hann. Münden nimmt Einfluss auf die Welt. Friedrich II, Landgraf von Hessen-Kassel „vermietete“ seine hessischen Soldaten an den Kurfürsten von Hannover. Der, gleichzeitig und hauptsächlich König von Großbritannien brauchte sie im Kampf gegen die amerikanischen Truppen im Unabhängigkeitskrieg. 1776 bestiegen dann 20.000 meist junge Männer die Schiffe die Weser abwärts zum Kampf in die neue Welt.

Erst sechs Jahre später kehrte kaum die Hälfte zurück. Nicht alle aber werden auf dem Feld geblieben sein. Viele nutzten wohl auch die Gelegenheit, ein neues Leben anzufangen. Die einen mit einer Karriere in der englischen Armee, die anderen als Siedler in einer freien Welt.

1856

Hannoversch Münden wird an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

1933

Schon im März 1933 wird Adolf Hitler Ehrenbürger der Stadt und blieb es 75 Jahre lang. Erst 2008, 63 Jahre nach Kriegsende, wurde die Ehrenbürgerschaft endlich aberkannt.

1991

Münden, Hannoversch Münden – 1991 beginnt die Geschichte von Hann. Münden. Sie heißt jetzt offiziell Hann. Münden. Die Abkürzung soll verhindern, immer den langen Namen ausschreiben zu müssen. Die Bevölkerung spricht es Hannmünden oder einfach Münden.

Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Hann. Münden und bewundern Sie die alte Fachwerkarchitektur. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Hann. Münden und besuchen Sie die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Hann.-Münden erfahren Sie einiges über die Geschichte der Stadt am Zusammenfluss von Werra und Fulda.

Geschichte von Wittenberg

Luther und seine Thesen

Die Geschichte von Wittenberg ist so eng mit der Person Martin Luthers verbunden, dass sie seit 1938 sogar offiziell Lutherstadt Wittenberg heißt. Hier hat Luther an der Universität gelehrt, hier seine berühmten Thesen, die die Weltgeschichte verändert haben, an die Tür der Schlosskirche geschlagen, hier wirkten seine ebenfalls berühmten Freunde Philipp Melanchthon, Johannes Bugenhagen und Lucas Cranach d.Ä.
Aber natürlich hat Wittenberg auch davor und danach eine bewegte Geschichte – hier ein Überblick.

vor 1000

Archäologische Funde weisen bereits auf eine frühgeschichtliche steinzeitliche Besiedlung vor etwa 10.000 Jahren auf dem heutigen Stadtgebiet hin. Zur slawischen Zeit befand sich hier der Gau Nizizi.

1174

Erstmals in der Geschichte von Wittenberg wird die Stadt urkundlich erwähnt. Ein Graf Thiedrich von Wittenburg wird als Burgward von "Wittenburg" genannt. In der Urkunde wird auch eine Kirche genannt, die Vorläuferin der Stadtkirche.

Kurfürstentum Sachsen

1293

Wittenberg lag im Gebiet der Askanier. 1180 erhielt Bernhard von Sachsen die Herzogswürde, 1227 errichtete die Gemahlin von dessen Nachfolger, Albrecht I. in Wittenberg ein Franziskanerkloster. Albrecht II hielt sich ständig in Wittenberg auf und wählte, inzwischen Kurfürst, den Ort zu seiner Residenz. 1293 erhielt Wittenberg Stadtrecht.

1354

Wittenberg entwickelte sich mehr und mehr zur Stadt mit aktivem Bürgertum. Ein Stadtrat wurde gewählt, Innungen entstanden. Zum Schutz der Stadt wurde eine Stadtmauer errichtet, 1354 erhielt Wittenberg Marktrecht.

1486

Mit der Regierungszeit Friedrich des Weisen begann die Blütezeit in der GEschichte von Wittenberg. Die erneute Übernahme der Kurwürde durch Friedrich den Weisen erhob Wittenberg wieder in den Rang einer kurfürstlichen Residenz. Er ließ eine neue Elbbrücke errichten, baute ein neues Schloss mitsamt Kirche und erweiterte die Festungsanlagen.

Reformation in Wittenberg

1502

Anfang des 16. Jhdts zählte Wittenberg etwa 2000 Einwohner. Der Wunsch, führende kluge Köpfe um sich zu versammeln und der Stadt weitere Bedeutung zu geben, führte 1502 zur Gründung der Universität Wittenberg, die erste Universität im Reich überhaupt, die nicht von der Kirche gegründet wurde.

1505 kam Lucas Cranach der Ältere nach Wittenberg. Schon damals im Ruf eines bedeutenden Malers betätigte er sich im Laufjahre ebenso erfolgreich als Wirt mit Weinausschank, als Besitzer einer Apotheke und als Buchhändler, Papierhändler und Verleger. 1508 kam Martin Luther zum Studieren (Theologie) an die Universität Wittenberg und wurde erst 1512, gerade zum Doctor theologiae promoviert, dort Professor. Die moderne humanistische Universität und Martin Luthers Thesen lockte auch 1518 Philipp Melanchthon nach Wittenberg, einen der unter den Studenten beliebtesten deutschsprachigen Philosophen und Denker seiner Zeit.

Zusammen mit Johannes Bugenhagen, dem Pfarrer der Stadtkirche, bildeten diese Vier den Freundeskreis der führenden Vertreter der Reformation.

Luthers Thesen

1517

Das Treiben der katholischen Kirche, besonders der ständig wachsende Bedarf des Papstes nach Geld für den Bau des Petersdomes, der größten und prächtigsten Kirche der Christenheit führte zu Auswüchsen, die Martin Luther schon lange störten.

Der Ablasshandel blühte. Männer wie Johannes Tetzel verkauften an die Gläubigen teure Ablassbriefe, die den Käufern deren Sünden vergeben sollten und ihnen Fegefeuer und Hölle ersparen konnten. Für dieses vage Glück im Jenseits gaben einige ihr gesamtes Vermögen.

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen, in denen er gegen den Ablasshandel Stellung bezog, in dem er sie unter anderem an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug. Die Tür der Schlosskirche diente damals als "Schwarzes Brett" der Universität, hier wurden alle wichtigen Nachrichten angeschlagen. Zusätzlich wurden die Thesen allerdings auch in gedruckter Form verbreitet. Die Gedanken der Reformation fielen auf fruchtbaren Boden.

In den folgenden Jahren verbreitete die Reformation sich stürmisch. Die Auseinandersetzungen Luthers auch mit dem Kaiser führten zum Bann, zu seiner Zeit auf der Wartburg, in der er das Neue Testament ins Deutsche übersetzte und zu seiner Abkehr von der römisch-katholischen Kirche.

ab 1600

Auch Wittenberg lag immer wieder im Zentrum der Kämpfe während des 30-jährigen Krieges. Die Festungsmauern wurden verstärkt und so wurde Wittenberg nicht direkt eingenommen, doch da die Dörfer der unmittelbaren Umgebung niedergebrannt und zerstört wurden und die Bewohner hinter die Mauern der Stadt flüchteten, kam es zu Hungersnöten und die Pest brach aus.

Auch die Elbbrücke Friedrich des Weisen wurde zerstört. Studenten und Bevölkerung gerieten immer häufiger aneinander. Trotzdem erlebte die Universität noch einmal eine Blüte und brachte so begabte Studenten wie Gotthold Ephraim Lessing hervor.

1760

In den Folgen des Siebenjährigen Krieges sollte Wittenberg Preußen zugeschrieben werden, doch Wittenberg wehrte sich. Daraufhin brannte die preußische Armee die Vorstädte nieder und begann mit dem Beschuss Wittenbergs. Schloss und Kirche wurden zerstört und auch die Thesentür.

Die Preußen zogen aber ab und 1770 konnte das Schloss Wittenbergs in seiner spätbarocken Form wieder aufgebaut werden. 1787 wurde eine neue Elbbrücke eröffnet, aber die Universität verlor ihre Bedeutung.

Napoleons Besatzung

1813

1806 besuchte Napoleon Wittenberg und ließ die Stadt daraufhin zur Festung ausbauen mit einer ständigen Besatzung von 60.000 Soldaten. Der französische Kommandant, General Lapoype, wollte, als sich 1813 und 1814 die Länder von der Herrschaft Napoleons befreiten, um keinen Meter weichen. Zum zweiten Mal in der Geschichte von Wittenberg belagerten die Preußen die Stadt, innerhalb der inzwischen Krankheit, Hunger und Not regierten. Am 12. Januar 1814 wurde nach massivem Beschuss die Stadt gestürmt.

1817

Große Teile des Landes Sachsen, auch Wittenberg wurden auf dem Wiener Kongress Preußen zugesprochen. 1817 löste Preußens König Friedrich Wilhelm III die Universität Wittenberg auf und vereinigte sie mit der Hochschule von Halle. Wittenberg bekam dafür ein evangelisches Priesterseminar.

1841

Wittenberg erhält einen Eisenbahnanschluss.

1847

Eine neue Elbbrücke wird eröffnet.

1873

Auf Befehl Wilhelms I müssen in Wittenberg die Festungsmauern geschleift werden. Stattdessen entstehen neue Grünanlagen.

Lutherstadt Wittenberg

1922

Wittenberg erhält den Status einer kreisfreien Stadt und beschließt, sich "Lutherstadt Wittenberg" zu nennen. Die Namensnennung wird aber erst 1938 bewilligt und offiziell.

1945

Am 26. April 1945 am Ende des zweiten Weltkrieges marschierte die Rote Armee in Wittenberg ein und blieb bis zu ihrem Abzug 1991.

2017

Das Jubiläum zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags wird in der evangelischen Welt groß gefeiert werden. Wittenberg und Wittenbergs Geschichte stand im Zentrum des Interesses und erwartete einen nie dagewesenen Besucheransturm. Zahlreiche Gebäude, u.a. das Schloss, wurden zu diesem Ereignis hin renoviert, ein Luthergarten mit 500 Gehölzen entstand.

Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Wittenberg und wandeln Sie auf den Spuren Martin Luthers. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Wittenberg und besuchen Sie die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Wittenberg erfahren Sie einiges über die Geschichte der Stadt, über Martin Luther, die Reformation und Friedrich den Weisen.

Geschichte von Aachen

Von Römern, Karl und den Königen

Jeder, der in der Schule einmal Latein gehabt hat, wurde auch mit Caesars „Bellum Gallicum“ gequält und manch einem ist der erste Satz für immer ins Gedächtnis eingebrannt. Er beschreibt die Dreiteilung Galliens und dass im Norden Belgien liegt. Hier beginnt die Geschichte von Aachen, denn auch das Gebiet links vom Rhein gehörte dazu. Gallier, also Kelten, siedelten hier und wurden von Caesar 57 v.Chr. unterworfen. „Geschichte von Aachen“ weiterlesen

Geschichte von Wismar

Von Kaufleuten, Piraten und Schweden

Aufregend und abenteuerlich – die Geschichte von Wismar. Gut geschützt durch die Bucht und die vorgelagerte Insel Poel hatten alle ein Auge auf die Stadt geworfen. Germanen, Slawen, Wikinger, Hansekaufleute und Piraten, Schweden, Dänen und Preußen – sie alle gaben sich die Klinke in die Hand.

„Geschichte von Wismar“ weiterlesen

Geschichte von Weimar

Klassizismus, Kunst und Kultur

Die Geschichte von Weimar beginnt schon vor rund 220.000 Jahren. Zumindest wurden einige Schädelteile einer knapp dreißigjährigen Frau gefunden, die beweisen, dass in der Gegend um Weimar schon in uralter Vorzeit Menschen gelebt haben. Heute hockt sie als Nachbildung im Museum für Ur- und Frühgeschichte.

bis 531

Zu Beginn unserer Zeitrechnung siedelten hier schon die Thüringer. Ihr Königreich wurde 531 von den Sachsen und Franken erobert. die Geschichte des Christentums in Thüringen begann..

899

Urkundlich beginnt die Geschichte von Weimar im Jahr 899. Aus dieser Zeit stammt das älteste Dokument, das den Ort Weimar erwähnt.

975

Der sächsische Kaiser Otto II hält hier einen Hoftag ab.

1254

„Wimare“ bestand damals aus einer Siedlung um die Burg, aber auch die Kirche der Stadt „St. Peter und Paul“ entstand zu dieser Zeit.

1410

nach dem Grafen von Weimar und Orlamünde kam der Ort in den Besitz der Wettiner, die ihm 1410 das Stadtrecht erteilten.

Herrschaft der Wettiner

1485

Ab 1485 nach der Aufspaltung der wettinischen Linie residierte Kurfürst Ernst als Herr über Thüringen und dem Kurland Sachsen-Wittenberg mal an der Elbe, mal in Weimar.

1521

Luther hielt sich wiederholt in Weimar auf, die Fürsten standen hinter der Reformation, aber

1547

musste sich Kurfürst Johann Friedrich I in der Schlacht bei Mühlberg dem kaiserlichen Heer geschlagen geben.

Zentrum kulturellen Lebens

1552

Fünf Jahre später, nach seiner Gefangenschaft konnte er aber Weimar wieder als Hauptstadt eines jetzt stark verkleinerten Herzogtums wieder in Besitz nehmen.
Im Zuge seiner Rückkehr brachte er auch Lucas Cranach d.Ä. mit, der sofort mit der Schaffung eines Altarbildes für die Stadtkirche begann. Johann Friedrich und dessen Sohn Johann Wilhelm bauten in dieser Zeit die Burganlage zum „Grünen Schloss“ um.

Schon damals begann die Stadt, ihre Rolle in der Geschichte von Weimar als Zentrum des kulturellen Lebens zu festigen.

1617

1617 wurde in Weimar die „Fruchtbringende Gesellschaft zur Förderung und Pflege der deutschen Sprache und Literatur“ gegründet. Man pflegte auch das Theaterspiel. Es gab eine Hofkapelle und

1695

wurde im Weimarer Schloss die erste Opernbühne eingerichtet.

Auch der junge Johann Sebastian Bach ließ sich in Weimar als Hoforganist und Orgelsachverständiger nieder.

1756

Als 16-jährige Prinzessin von Braunschweig-Wolfenbüttel heiratete Anna Amalia 1756 Ernst August II Constantin von Sachsen-Weimar. nach der Geburt ihrer zwei Söhne und nach dem Tod ihres Mannes zwei Jahre später übernahm sie 19-jährig die vormundschaftliche Regentschaft. Ergriffen von den Idealen der Aufklärung machte sie Weimar zum „Musenhof“.

Goethe und Schiller in Weimar

1773

Christoph Martin Wieland, einer der bedeutendsten Lyriker und Autoren der Aufklärungszeit wurde Erzieher der Prinzen und gründetet 1773 die Literaturzeitschrift „Der Teutsche Merkur“. Er war es auch, der den Erbprinzen mit dem jungen Goethe zusammenbrachte. Für die Geschichte von Weimar eine folgenschwere durchweg positive Beziehung. Goethe blieb. Er lernte Charlotte von Stein kennen, wurde als Geheimrat immer mehr mit den Staatsgeschäften betraut. Später holte er den zehn Jahre jüngeren Friedrich Schiller nach Weimar.

Kaum 6000 Einwohner zählte das beschauliche Städtchen damals, aber unter ihnen die herausragendsten Köpfe der deutschen Klassik. Und natürlich zogen die wieder jede Menge Künstler, Literaten und Gelehrte nach.

1804

heiratete der spätere Großherzog Carl Friedrich eine Tochter des russischen Zaren. Anna Pawlowna, die genau wie Anna Amalia die Künste liebte. Zudem war sie auch noch klug, reich und schön. Ein Glücksfall für Weimar. Auf ihr Bestreben hin kamen der Klaviervirtuose Johann Nepomuk Hummel und der Dirigent Franz Liszt nach Weimar.

1860

wurde die Großherzogliche Kunstschule eröffnet. Ihr folgte

1872

1872 eine Schule für Orchestermusiker.

Bauhaus

Auch zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahm Weimar eine führende Rolle im kulturellen Leben wahr.

1919

Walter Gropius gründete das „Staatliche Bauhaus Weimar“ und verpflichtete Künstler und Architekten wie Feininger, Kandinsky und Klee.

Weimarer Republik

Das Ende des Kaiserreiches war gleichzeitig auch das Ende des Großherzogtums. Weimar wurde die Hauptstadt des Landes Thüringen. Da es in Berlin zu unruhig war, traf sich die Verfassungsgebende Deutsche Nationalversammlung in Weimar. Das erste demokratische gewählte Parlament in Deutschlands Geschichte tagte nun im Deutschen Nationaltheater in Weimar. Reichspräsident wurde Friedrich Ebert, es galt die „Weimarer Verfassung“.

Dunkle Kapitel

So offen für Neues und führend in der Kunst Weimar auch früher war, im Laufe der 1920er Jahre verwandelte sich Weimar, man dachte deutschnational und konservativ. die NSDAP erzielte früh große Stimmengewinne.

1937

Nördlich von Weimar wurde ein Konzentrationslager errichtet. Bis 1945 wurden mehr als 250.000 Männer, Frauen und Kinder nach Buchenwald verschleppt, mehr als 50.000 von ihnen ermordet.

1990

nach der Wiedervereinigung 1990 liegt Weimar im Freistaat Thüringen, allerdings mit Erfurt als Hauptstadt.

Unesco Weltkulturerbe

1999

durfte sich Weimar für ein Jahr lang „Kulturhauptstadt Europas“ nennen. Die Bauwerke des Bauhaus und das klassische Weimar wurden aufgrund der großen kunsthistorischen Bedeutung in die Weltkulturerbe-Liste der Unesco aufgenommen.

2004

Ein Feuer führte zu einer der größten kulturhistorischen Katastrophen. Im Dachstuhl der Anna Amalia Bibliothek ausgebrochen, vernichtete der Brand über 50.000 wertvolle Bücher, über 60.000 Bände wurden durch Löschwasser schwer beschädigt. Inzwischen wurde das Gebäude mithilfe vieler Spenden restauriert.

Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Weimar und genießen sie die klassizistische Atmosphäre und die kreative Kraft dieser Stadt. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Weimar und besuchen Sie die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Weimar erfahren Sie einiges über die Geschichte und die berühmten Bewohner.

Geschichte von Lüneburg

Das Salz, der Hering und die Stadt

Dei Geschichte von Lüneburg beginnt offiziell im Jahr 956. Damals wurde die Stadt in einer Urkunde von Otto I erstmals erwähnt. „Lhiuniburc“ hieß der Ort damals, aber besiedelt wurde die Gegend schon lange vorher. Ganz in der Nähe bei Amelinghausen zeugt die Oldendorfer Totenstadt mit Gräbern aus der Jungsteinzeit, also 3000 bis 1700 v.Chr. und aus der Bronzezeit ( 1600 bis 1000 v.Chr. ) schon von einer bäuerlichen Gesellschaft weit vor unserer Zeitrechnung.

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Geschichte von Dresden

August und der Barock

Dresden ist Sachsen, man spricht sächsisch. Aber die Geschichte von Dresden als Hauptstadt des Bundeslandes Freistaat Sachsen und Dresden, als Residenz der Herzöge, Kurfürsten und Könige von Sachsen wird erst mit der Herrschaft der Wettiner Fürsten mit Sachsen in Verbindung gebracht. Die sächsischen Stämme der Völkerwanderung und des frühen Mittelalters siedelten viel weiter elbabwärts an der Elbmündung im heutigen Niedersachsen und in Holstein. In Britannien gründeten sie das Land der Angelsachsen, also England.

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