Geschichte von Goslar

Schätze aus dem Bergbau

Gold und Silber – schon seit früher Vorzeit der Stoff, aus dem Träume sind. Die Geschichte von Goslar zeigt es: Träume und Begehrlichkeiten, Reichtum und Macht auf der einen, Krieg und Elend auf der anderen Seite.

Ein Ritter soll der Sage nach das Erzlager am Hang des Nordharzes entdeckt haben. Er selbst hieß Ramm und gab dem Bergwerk Rammelsberg seinen Namen. Seine Ehefrau aber hieß Gose – und nach ihr wurde wohl die nahe Ortschaft benannt: Goslar. In der Geschichte von Goslar wurde die Marktsiedlung erstmals 922 unter Heinrich I. als „vicus goslariae“ erwähnt. „Geschichte von Goslar“ weiterlesen

Geschichte von München

Zwei Männer und eine Brücke

Mitte des 12. Jahrhunderts beherrschten vor allem zwei Männer das Geschehen in den deutschen Landen. Kaiser Friedrich I., wegen seines roten Bartes auch Barbarossa genannt und sein Vetter Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, lagen in ständigem Wettstreit um Macht und Ansehen.

Die Geschichte von München begann damit, dass Heinrich sich darüber ärgerte, dass für jeden Transport des so wichtigen Salzes auf der Salzhandelsstraße an der Brücke nördlich von Föhring dem Bischof Otto von Freising hohe Zölle entrichtet werden mussten. Eine Einnahmequelle, die er gerne selbst nutzen wollte. 1156 ließ er die Brücke zerstören und baute kurzerhand einige Kilometer flussabwärts in der Nähe des kleinen Dorfes „Munichen“ eine neue Brücke.

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Geschichte von Naumburg

Am Anfang stand die „Neue Burg“

Schon vor über 1000 Jahren stand eine Burg gegenüber der Saale-Unstrut-Mündung und hieß damals einfach „Neue Burg“. Die Burg markiert den Beginn der Geschichte von Naumburg, ist aber inzwischen selbst Geschichte. Doch der Name blieb. Denn nichts anderes bedeutet der Name des  beschaulichen Städtchens Naumburg. „Geschichte von Naumburg“ weiterlesen

Geschichte von Eichstätt

Kelten, Römer und Fürstbischöfe

Ein fischreicher Fluss, eine erhöhte Ebene zum Schutz gegen Hochwasser und fruchtbares Land darum herum – die perfekte Stelle zum Siedeln.
Das erkannten auch die Menschen schon sehr früh und so begann die Geschichte von Eichstätt schon mit den Bauern der Jungsteinzeit und den Kelten, die die Ansiedlung „Eistedd“ nannten, was soviel wie „Wohn- und Versammlungsstätte“ hieß.

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Geschichte von Quedlinburg

Heinrich I. erhielt hier die Königswürde

Quedlinburg schaut auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Doch die eigentliche Geschichte von Quedlinburg und der Gegend rund um den Schlossberg beginnt schon mit der Steinzeit, wie zahlreiche Funde, Geräte und Waffen beweisen. Später siedelten hier sächsische Stämme, u.a. die Cherusker, die dann nach der Völkerwanderung von den Duren, den Thüringern abgelöst wurden.

Das Adelsgeschlecht der Liudolfinger besaß im nördlichen Harzvorland ausgedehnte Ländereien. Einer der Stammsitze befand sich in oder bei Quedlinburg.

Gründung des Damenstifts auf dem Schlossberg

918 – 936

Hier in Quedlinburg wurde auch Heinrich I. die Königskrone angetragen. Nach seinem Tod gründete Otto I., der spätere Kaiser Otto der Große, ein reichsunmittelbares Damenstift auf dem Schlossberg, ausgestattet mit Grundbesitz und Einkünften, das die Geschichte von Quedlinburg maßgeblich bestimmte.

994

Die Stadtentwicklung begann 994 mit der Verleihung des Münz-, Zoll- und Marktrechts an die Äbtissin Mathilde durch Otto III. Außerdem wurde den Quedlinburgern der ungehinderte freie Handel im gesamten Reich erlaubt.

11.Jhdt.

Im 11. Jhdt. erlangten die Bürger von Quedlinburg die Rechte des Marktes, des Handels, der Befestigung, der Besteuerung und der Finanzverwaltung – die Oberhoheit des Stifts wurde aber nicht angetastet.
Die Stadt wuchs. Ab 1326 wurden mehrere Bündnisse mit anderen Städten eingegangen.

1336

Schon 1336 und 1337 kam es zur Fehde mit dem Schutzvogt Graf Albrecht III von Regenstein, die die Stadt aber siegreich für sich entscheiden konnte. Durch die Gefangennahme des Grafen und dem damit verbundenen Lösegeld konnte die Stadt ihre Stadtbefestigung weiter ausbauen.

1426

trat Quedlinburg der Hanse bei.

Machtkampf zwischen Stadt und Schlossberg

1477

Immer selbstständiger wollte die Stadt werden, aber 1477 wurde der Traum beendet. Mithilfe ihrer Brüder Ernst und Albrecht von Sachsen unterwarf die Äbtissin Hedwig die Stadt und stellte sie wieder unter Stiftshoheit. Die Macht ging wieder vom Schlossberg aus. Auch die Geschichte von Quedlinburg wird durch den ständigen Kampf zwischen Bürgern und Klerus überlagert.

1698

Nachdem Kurfürst August der Starke aus Geldnot seine Schutzherrschaft über Quedlinburg für 240.000 Taler an Friedrich III von Brandenburg verkauft hatte, besetzten 1698 brandenburgische Truppen die Stadt. Viele ehemals reiche Familien aus Quedlinburg gerieten durch die veränderten Bedingungen vor allem im Handel in Not, doch wie so oft in der Geschichte entwickelten sich auch neue Geschäftszweige.
So wurde Quedlinburg berühmt für seine Gärtnereien und Samenzuchtbetriebe.

Quedlinburg kommt zu Preußen

1802

Nachdem der Preußenkönig die linksrheinischen Gebiete verloren hatte, nahm er endgültig Besitz von Quedlinburg und dem Schlossberg. Die letzte Äbtissin des Stifts, Sophia Albertina, reiste zurück in ihre Heimat nach Schweden. Damit ist die Herrschaft der Frauen in der Geschichte von Quedlinburg beendet.

1807 –
1813

Während der Napoleonischen Zeit gehörte Quedlinburg von 1807 bis 1813 zum Königreich Westfalen, auf dem Wiener Kongress

1815

wurde es aber endgültig Preußen zugeschlagen.

1862

Mit der Anbindung an die Eisenbahn begann auch in der Geschichte von Quedlinburg das Industriezeitalter. Einige wichtige neuzeitliche Einrichtungen entstanden wie 1863 die Gasanstalt, 1881 das Wasserwerk, 1902 das Elektrizitätswerk und 1907 die Kanalisation.

1945

Nach dem 2. Weltkrieg besetzten erst die Amerikaner die Stadt, wurden aber am 1. Juli von der Roten Armee abgelöst. Damit gehörte Quedlinburg zur sowjetischen Zone und später zur DDR.

1989

Auch in Quedlinburg gingen die Bürger gegen das SED-Regime auf die Straße und erreichten damit die Öffnung der Grenzen.

1994

Nach der Wende wurde im Dezember 1994 Quedlinburg in die Liste der Weltkultur- und Naturerbe der Unesco aufgenommen und das einmalige städtebauliche Ensemble wurde umfassend saniert. Seitdem bildet der Tourismus den größten Wirtschaftszweig Quedlinburgs.

Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Quedlinburg und bewundern Sie die prächtigen Fachwerkhäuser. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg und besuchen Sie die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Quedlinburg erfahren Sie einiges über die Geschichte der Stadt der ersten Sachsenkönige.

Geschichte von Bremen

Die Hanse und der stolze Roland

Ein Höhenzug an einem Flusslauf. Ein Fluss, der Fisch spendet und frisches Wasser und über den andere Siedlungen gut zu erreichen sind. Die Geschichte von Bremen beginnt wie so viele Stadtgeschichten. Und der über 20 Kilometer lange Dünenzug an der Weser schützt die Siedler vor Hochwasser und Überschwemmung. Irgendwann lassen sich jungsteinzeitliche Bauern auch auf dieser Düne nieder. „Geschichte von Bremen“ weiterlesen

Geschichte von Darmstadt

Von Aufschwung und Zerstörung

Sandablagerungen, Dünen und Landzungen entlang der alten Flussläufe von Rhein und Neckar boten Schutz vor Hochwasser und machten so eine dauerhafte Besiedlung möglich, die Geschichte von Darmstadt begann schon in der Jungsteinzeit. Natürliche Wege begünstigten den Austausch von Waren. Ausgrabungen beweisen, dass der Raum um Darmstadt schon früh bewohnt wurde.
Der Ort selbst, wahrscheinlich eine fränkische Gründung aus dem 8. oder 9. Jhdt., tauchte als Name in der Geschichte von Darmstadt aber erst gegen Ende des 11. Jhdts auf, nachdem Graf Sigebode den Ort mit Zinsabgaben belastete. „Geschichte von Darmstadt“ weiterlesen

Geschichte von Hann. Münden

Handel am Flüsse-Eck

Die Geschichte von Hann. Münden beginnt schon mit den Römern. Die verirrten sich schon so weit nach Norden und stellten ganz in der Nähe des heutigen Hannoversch Mündens ein Lager auf, dessen Überreste besichtigt werden können.

802

Die Siedlung Grimundi an der Stelle des Stadtteils Altmünden wird als Geschenk an das Kloster Fulda erwähnt.

1183

Offiziell beginnt die Geschichte von Hann. Münden als sie noch Münden hieß. 1183 wird der Name erstmals erwähnt, zu diesem Zeitpunkt schon als Stadt im Dreieck von Werra und Fulda.

1200

Es wird mit dem Bau von Stadtmauer, Stadttoren und Wällen begonnen.

1247

Herzog Otto I von Braunschweig verleiht der Stadt das Mündener Stapelrecht. Handelswaren mussten den Mündener Bürgern drei Tage zum Kauf angeboten werden. Der Aufschwang begann.

Zwischen Thüringen und Bremen galt Münden als wichtigste Handelsstadt. An den Flussufern entstanden Lagerplätze und Lagerhäuser, die Wanfrieder Schlagd an der Werra und die Kasseler Schlagd an der Fulda.

1342

Während des Hochwassers der „Magdalenenflut“ steigt der Wasserspiegel und überflutet die etwa 500 Häuser der Stadt.

Reformation

1525

Erich I, Fürst von Calenberg-Göttingen, heiratet Elisabeth von Braunschweig und überlässt ihr Münden als als Leibzucht und Herrschaftsgebiet. Nach dem Tod Erich I 1540 herrschte sie für den noch minderjährigen Erich II bis 1546.

Als Ihre Residenz wählte sie Hannoversch-Münden. In dieser Zeit holte sie Antonius Corvinus in die Stadt, der hier die Reformation entführte.

Blutpfingsten

1626

Pfingsten, 9. Juni 1626. Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt von der Armee Tillys Tage lang beschossen und schließlich eingenommen. Die Söldner wüten, plündern und morden. Ein Großteil der Bevölkerung wird umgebracht.

Amerika

1776

Die Geschichte von Hann. Münden nimmt Einfluss auf die Welt. Friedrich II, Landgraf von Hessen-Kassel „vermietete“ seine hessischen Soldaten an den Kurfürsten von Hannover. Der, gleichzeitig und hauptsächlich König von Großbritannien brauchte sie im Kampf gegen die amerikanischen Truppen im Unabhängigkeitskrieg. 1776 bestiegen dann 20.000 meist junge Männer die Schiffe die Weser abwärts zum Kampf in die neue Welt.

Erst sechs Jahre später kehrte kaum die Hälfte zurück. Nicht alle aber werden auf dem Feld geblieben sein. Viele nutzten wohl auch die Gelegenheit, ein neues Leben anzufangen. Die einen mit einer Karriere in der englischen Armee, die anderen als Siedler in einer freien Welt.

1856

Hannoversch Münden wird an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

1933

Schon im März 1933 wird Adolf Hitler Ehrenbürger der Stadt und blieb es 75 Jahre lang. Erst 2008, 63 Jahre nach Kriegsende, wurde die Ehrenbürgerschaft endlich aberkannt.

1991

Münden, Hannoversch Münden – 1991 beginnt die Geschichte von Hann. Münden. Sie heißt jetzt offiziell Hann. Münden. Die Abkürzung soll verhindern, immer den langen Namen ausschreiben zu müssen. Die Bevölkerung spricht es Hannmünden oder einfach Münden.

Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Hann. Münden und bewundern Sie die alte Fachwerkarchitektur. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Hann. Münden und besuchen Sie die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Hann.-Münden erfahren Sie einiges über die Geschichte der Stadt am Zusammenfluss von Werra und Fulda.

Geschichte von Wittenberg

Luther und seine Thesen

Die Geschichte von Wittenberg ist so eng mit der Person Martin Luthers verbunden, dass sie seit 1938 sogar offiziell Lutherstadt Wittenberg heißt. Hier hat Luther an der Universität gelehrt, hier seine berühmten Thesen, die die Weltgeschichte verändert haben, an die Tür der Schlosskirche geschlagen, hier wirkten seine ebenfalls berühmten Freunde Philipp Melanchthon, Johannes Bugenhagen und Lucas Cranach d.Ä.
Aber natürlich hat Wittenberg auch davor und danach eine bewegte Geschichte – hier ein Überblick.

vor 1000

Archäologische Funde weisen bereits auf eine frühgeschichtliche steinzeitliche Besiedlung vor etwa 10.000 Jahren auf dem heutigen Stadtgebiet hin. Zur slawischen Zeit befand sich hier der Gau Nizizi.

1174

Erstmals in der Geschichte von Wittenberg wird die Stadt urkundlich erwähnt. Ein Graf Thiedrich von Wittenburg wird als Burgward von "Wittenburg" genannt. In der Urkunde wird auch eine Kirche genannt, die Vorläuferin der Stadtkirche.

Kurfürstentum Sachsen

1293

Wittenberg lag im Gebiet der Askanier. 1180 erhielt Bernhard von Sachsen die Herzogswürde, 1227 errichtete die Gemahlin von dessen Nachfolger, Albrecht I. in Wittenberg ein Franziskanerkloster. Albrecht II hielt sich ständig in Wittenberg auf und wählte, inzwischen Kurfürst, den Ort zu seiner Residenz. 1293 erhielt Wittenberg Stadtrecht.

1354

Wittenberg entwickelte sich mehr und mehr zur Stadt mit aktivem Bürgertum. Ein Stadtrat wurde gewählt, Innungen entstanden. Zum Schutz der Stadt wurde eine Stadtmauer errichtet, 1354 erhielt Wittenberg Marktrecht.

1486

Mit der Regierungszeit Friedrich des Weisen begann die Blütezeit in der GEschichte von Wittenberg. Die erneute Übernahme der Kurwürde durch Friedrich den Weisen erhob Wittenberg wieder in den Rang einer kurfürstlichen Residenz. Er ließ eine neue Elbbrücke errichten, baute ein neues Schloss mitsamt Kirche und erweiterte die Festungsanlagen.

Reformation in Wittenberg

1502

Anfang des 16. Jhdts zählte Wittenberg etwa 2000 Einwohner. Der Wunsch, führende kluge Köpfe um sich zu versammeln und der Stadt weitere Bedeutung zu geben, führte 1502 zur Gründung der Universität Wittenberg, die erste Universität im Reich überhaupt, die nicht von der Kirche gegründet wurde.

1505 kam Lucas Cranach der Ältere nach Wittenberg. Schon damals im Ruf eines bedeutenden Malers betätigte er sich im Laufjahre ebenso erfolgreich als Wirt mit Weinausschank, als Besitzer einer Apotheke und als Buchhändler, Papierhändler und Verleger. 1508 kam Martin Luther zum Studieren (Theologie) an die Universität Wittenberg und wurde erst 1512, gerade zum Doctor theologiae promoviert, dort Professor. Die moderne humanistische Universität und Martin Luthers Thesen lockte auch 1518 Philipp Melanchthon nach Wittenberg, einen der unter den Studenten beliebtesten deutschsprachigen Philosophen und Denker seiner Zeit.

Zusammen mit Johannes Bugenhagen, dem Pfarrer der Stadtkirche, bildeten diese Vier den Freundeskreis der führenden Vertreter der Reformation.

Luthers Thesen

1517

Das Treiben der katholischen Kirche, besonders der ständig wachsende Bedarf des Papstes nach Geld für den Bau des Petersdomes, der größten und prächtigsten Kirche der Christenheit führte zu Auswüchsen, die Martin Luther schon lange störten.

Der Ablasshandel blühte. Männer wie Johannes Tetzel verkauften an die Gläubigen teure Ablassbriefe, die den Käufern deren Sünden vergeben sollten und ihnen Fegefeuer und Hölle ersparen konnten. Für dieses vage Glück im Jenseits gaben einige ihr gesamtes Vermögen.

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen, in denen er gegen den Ablasshandel Stellung bezog, in dem er sie unter anderem an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug. Die Tür der Schlosskirche diente damals als "Schwarzes Brett" der Universität, hier wurden alle wichtigen Nachrichten angeschlagen. Zusätzlich wurden die Thesen allerdings auch in gedruckter Form verbreitet. Die Gedanken der Reformation fielen auf fruchtbaren Boden.

In den folgenden Jahren verbreitete die Reformation sich stürmisch. Die Auseinandersetzungen Luthers auch mit dem Kaiser führten zum Bann, zu seiner Zeit auf der Wartburg, in der er das Neue Testament ins Deutsche übersetzte und zu seiner Abkehr von der römisch-katholischen Kirche.

ab 1600

Auch Wittenberg lag immer wieder im Zentrum der Kämpfe während des 30-jährigen Krieges. Die Festungsmauern wurden verstärkt und so wurde Wittenberg nicht direkt eingenommen, doch da die Dörfer der unmittelbaren Umgebung niedergebrannt und zerstört wurden und die Bewohner hinter die Mauern der Stadt flüchteten, kam es zu Hungersnöten und die Pest brach aus.

Auch die Elbbrücke Friedrich des Weisen wurde zerstört. Studenten und Bevölkerung gerieten immer häufiger aneinander. Trotzdem erlebte die Universität noch einmal eine Blüte und brachte so begabte Studenten wie Gotthold Ephraim Lessing hervor.

1760

In den Folgen des Siebenjährigen Krieges sollte Wittenberg Preußen zugeschrieben werden, doch Wittenberg wehrte sich. Daraufhin brannte die preußische Armee die Vorstädte nieder und begann mit dem Beschuss Wittenbergs. Schloss und Kirche wurden zerstört und auch die Thesentür.

Die Preußen zogen aber ab und 1770 konnte das Schloss Wittenbergs in seiner spätbarocken Form wieder aufgebaut werden. 1787 wurde eine neue Elbbrücke eröffnet, aber die Universität verlor ihre Bedeutung.

Napoleons Besatzung

1813

1806 besuchte Napoleon Wittenberg und ließ die Stadt daraufhin zur Festung ausbauen mit einer ständigen Besatzung von 60.000 Soldaten. Der französische Kommandant, General Lapoype, wollte, als sich 1813 und 1814 die Länder von der Herrschaft Napoleons befreiten, um keinen Meter weichen. Zum zweiten Mal in der Geschichte von Wittenberg belagerten die Preußen die Stadt, innerhalb der inzwischen Krankheit, Hunger und Not regierten. Am 12. Januar 1814 wurde nach massivem Beschuss die Stadt gestürmt.

1817

Große Teile des Landes Sachsen, auch Wittenberg wurden auf dem Wiener Kongress Preußen zugesprochen. 1817 löste Preußens König Friedrich Wilhelm III die Universität Wittenberg auf und vereinigte sie mit der Hochschule von Halle. Wittenberg bekam dafür ein evangelisches Priesterseminar.

1841

Wittenberg erhält einen Eisenbahnanschluss.

1847

Eine neue Elbbrücke wird eröffnet.

1873

Auf Befehl Wilhelms I müssen in Wittenberg die Festungsmauern geschleift werden. Stattdessen entstehen neue Grünanlagen.

Lutherstadt Wittenberg

1922

Wittenberg erhält den Status einer kreisfreien Stadt und beschließt, sich "Lutherstadt Wittenberg" zu nennen. Die Namensnennung wird aber erst 1938 bewilligt und offiziell.

1945

Am 26. April 1945 am Ende des zweiten Weltkrieges marschierte die Rote Armee in Wittenberg ein und blieb bis zu ihrem Abzug 1991.

2017

Das Jubiläum zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags wird in der evangelischen Welt groß gefeiert werden. Wittenberg und Wittenbergs Geschichte stand im Zentrum des Interesses und erwartete einen nie dagewesenen Besucheransturm. Zahlreiche Gebäude, u.a. das Schloss, wurden zu diesem Ereignis hin renoviert, ein Luthergarten mit 500 Gehölzen entstand.

Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Wittenberg und wandeln Sie auf den Spuren Martin Luthers. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Wittenberg und besuchen Sie die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Wittenberg erfahren Sie einiges über die Geschichte der Stadt, über Martin Luther, die Reformation und Friedrich den Weisen.