Der Rattenfänger von Hameln

Wo sind die Kinder hin?

Eines Tages im Jahr 1284 betrat ein bunt gekleideter Flötenspieler die Stadt Hameln und bot sich an, Häuser und Straßen von der Rattenplage zu befreien. Der Mann begann auf seiner Flöte zu spielen und alle Ratten und Mäuse kamen aus ihren Verstecken hervor und versammelten sich um ihn. Da zog er mit ihnen an die Weser, wo die Tiere im Fluss ertranken. Doch so befreit von der Plage überlegten es sich die Bürger anders und verweigerten dem Rattenfänger seinen Lohn. Der zog zornig davon, kam aber nach einiger Zeit zurück, gerade als die Bürger in der Kirche waren, und blies erneut auf seiner Flöte. Diesmal folgten ihm die Kinder Hamelns und er führte sie hinaus in einen Berg, in den er mit ihnen verschwand. Nur zwei Kinder, das eine blind, das andere taub, kehrten zurück, aber 130 Kinder wurden nie wieder gesehen. „Der Rattenfänger von Hameln“ weiterlesen

Die Altstadt von Hameln – eine Städtereise

Rattenfänger und Renaissance

Ein Besuch der Altstadt von Hameln geht nicht, ohne der Geschichte vom Rattenfänger von Hameln zu begegnen. Aber es sind die historischen Fachwerkhäuser und die prächtigen Fassaden der Kaufmannshäuser im Stil der Weserrenaissance, die die Altstadt von Hameln so reizvoll machen. „Die Altstadt von Hameln – eine Städtereise“ weiterlesen

Sehenswürdigkeiten in Hameln

Ein Rundgang durch Hamelns Altstadt

Unser Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Hameln beginnt ganz zentral am Markt, wo wir auf einen Blick das Hochzeitshaus und die St.Nicolai-Kirche vor uns sehen. Wir biegen zuerst in die Osterstraße ein, die Fußgängerzone und eine der Haupteinkaufsstraßen. Nach einem großen Bogen durch alte Fachwerkstraßen erreichen wir die Weser und wenden uns wieder in die Altstadt von Hameln zum Markt hin. „Sehenswürdigkeiten in Hameln“ weiterlesen

Geschichte von Hameln

Von Rattenfängern und Altstadtrettern
Der Anfang der Geschichte von Hameln liegt im Dunkeln. Wann genau Hameln gegründet wurde, weiß keiner so genau. Erste Spuren einer Besiedlung gehen bis auf die Steinzeit zurück. So ist es wahrscheinlich, dass an diesem günstig gelegenen Weserübergang schon mehrere tausend Jahre Bauern ihre Höfe betrieben und im Dorf zusammen gelebt haben.

790

Im Zuge der Sachsenfeldzüge Karls des Großen wurde das Gebiet zwischen Oberweser und Leine dem Frankenreich einverleibt und Erkanbert, ein Benediktinermönch aus dem Kloster Fulda, zum Bischof ernannt.

802

Auf ihrem Gut in Hameln lassen der sächsische Graf Bernhard und seine Frau Christina eine eigene Kirche errichten.

Reichsabtei Fulda

826

Ohne Erben fielen die Besitzungen Graf Bernhards an die Reichsabtei Fulda.

851

Die Reichsabtei Fulda gründet in Hameln ein Benediktinerkloster

1200

Rund um das Kloster bildet sich eine Marktsiedlung. Ab dieser Zeit wird Hameln als Stadt bezeichnet.

1259

Der Abt von Fulda verkauft seine Rechte an der Stadt Hameln an den Bischof von Minden. Die Bürger Hamelns protestieren, aber 1260 unterliegt das Bürgerheer in der Schlacht bei Sedemünden.

1268

Herzog Albrecht I erwirbt die Vogtei über Hameln.

1277

Herzog Albrecht I bestätigt die Stadtrechte, die Hameln bis dahin vorenthalten wurden.

Auszug der Kinder

1284

Datum der Rattenfängersage. Es wird vermutet, dass die Sage auf den Auszug junger Bürger zurückgeht, die von Lokatoren für die Ostkolonisation angeworben wurden.

1426

Hameln wird Mitglied der Hanse und erlebt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Im 16. Jhdt entstehen die prächtigen Bauten der Weserrenaissance. Die Mitgliedschaft dauert bis 1572.

1540

Einführung der Reformation

1625

Der dänische König Christian IV verweilt mit einigen Truppen kurz in Hameln und zieht wieder ab. Später, am 2. August, kapituliert die Stadt vor dem kaiserlichen Heer unter Tilly.

1633

Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg und schwedische Truppen besetzen die Stadt.

Festung Hameln

1604

Hameln wird zur Festung ausgebaut und mit starken Bastionen umgeben.

1734

Die Weserschleuse wird in Betrieb genommen.

1760

Während des Siebenjährigen Krieges werden die Befestigungsanlagen auf dem Klüth verstärkt.

1806

Hameln kapituliert kampflos vor den Franzosen. Napoleon befiehlt die Schleifung der Festungsanlagen. So kann Hameln sich ausdehnen.

1866

Hameln wird preußisch

1872

Anschluss an das Eisenbahnnetz

Autobauer

1907

Die Norddeutschen Automobilwerke N.A.W. werden gegründet. 1929 wird die Produktion eingestellt.

1933-1945

In den ersten Jahren des Nationalsozialismus wurde auf dem Bückeberg bei Hameln das Reichserntedankfest mit bis zu einer Million Teilnehmern gefeiert.

Fachwerk oder Hochhaus

1969

Statt zu einem großflächigen Abriss kommt es auf Bürgerinitiative nach und nach zur Sanierung der Fachwerkhäuser in der Altstadt.

1973

Hameln gehört zum Landkreis Hameln-Pyrmont.


Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Hameln. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Hameln und besuchen Sie die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Hameln erfahren Sie einiges über Anfänge und Entwicklung der Rattenfängerstadt.

Anreise nach Hameln

So erreichen Sie Hameln

Mit dem Auto
Hameln an der Weser liegt knapp 50 km südwestlich von Hannover und dem Autobahnkreuz von A2 und A7. Von der A2 nehmen Sie die Ausfahrt 36 Rehren, halten sich auf der L434 Richtung Hessisch Oldendorf und von dort auf der B83 Richtung Hameln. Von Süden her auf der A7 kommend Abfahrt 69 Northeim Nord auf der B3 Richtung Alfeld/Einbeck weiter bis Hameln. „Anreise nach Hameln“ weiterlesen

Holländerstadt Friedrichstadt

Klein Holland im Norden

Die Holländerstadt Friedrichstadt könnte genausogut auch in Holland liegen. Tut sie aber nicht, denn Friedrichstadt liegt oben im Norden in Schleswig-Holstein, in Nordfriesland. Die Stadt Friedrichstadt wurde 1621 von holländischen Religionsflüchtlingen gegründet. Herzog Friedrich III von Schleswig-Gottorf brauchte Siedler, die sich auf Entwässerung und Landgewinnung verstanden. Gleichzeitig mussten damals viele Holländer wegen ihres Glaubens aus den Niederlanden flüchten. In Friedrichstadt, 1621 als neue Stadt mit Religionsfreiheit gegründet, fanden sie eine neue Heimat. „Holländerstadt Friedrichstadt“ weiterlesen

Die Altstadt von Celle – eine Städtereise

Residenzstadt Celle

Die Altstadt von Celle, das sind fast 500 historische Fachwerkhäuser, ein Rathaus mit Weserrenaissance-Fassade, mittelalterliche Kirchen und ein prächtiges Schloss mit Schlosspark. Hier residierten die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg, wodurch Celle eine Reihe von Privilegien genoss.
Wer Celle besucht, kommt wegen der gut erhaltenen und restaurierten Altstadt von Celle, einer echten Fachwerkstadt, und den Sehenswürdigkeiten, dem Residenzschloss, dem Bomann-Museum, der Stadtkirche St. Marien und dem alten Rathaus. „Die Altstadt von Celle – eine Städtereise“ weiterlesen

Sehenswürdigkeiten in Celle

Ein Rundgang durch Celles Altstadt

Unser Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Celle beginnt beim Residenzschloss, ein beeindruckender Renaissancebau mit einem ausgedehnten Park darum herum. Aber außer dem Schloss könnte man meinen, die etwa 480 gut erhaltenen, geschmackvoll restaurierten Fachwerkhäuser seien die eigentlichen Sehenswürdigkeiten in Celle. „Sehenswürdigkeiten in Celle“ weiterlesen

Museen in Celle

Entdeckungen – Ein Gang durch die Museen

Auch Celle hat einiges an Museen zu bieten. Schließlich ist das Schloss schon einen Besuch wert, das Residenzmuseum gibt interessante Hintergrundinformationen. Das Bomann-Museum ist das drittgrößte Museum in Niedersachsen und darüber hinaus berichten einige kleinere Museen in Celle über unterschiedliche Spezialthemen. „Museen in Celle“ weiterlesen