Die Altstadt von Quedlinburg – eine Städtereise

Fachwerkstadt Quedlinburg

Wie in vielen Orten rund um den Harz beruht auch der Charme der Altstadt von Quedlinburg auf der alten Fachwerktradition. Doch in keiner anderen Stadt gibt es mehr, nämlich mehr als 1200 denkmalgeschützte liebevoll renovierte Fachwerkhäuser.
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Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg

Ein Rundgang durch Quedlinburg

Kommen Sie mit auf einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg. In jeder Straße, in jeder Gasse der Altstadt stehen sie, die eigentlichen Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg: die Fachwerkhäuser – zu Recht ein Unesco Weltkulturerbe. Im Krieg wurde glücklicherweise nichts zerstört und später gab es in der DDR kein Geld für den Abriss. Allerdings auch kein Geld und kein Material um die Häuser und Sehenswürdigkeiten anständig in Schuss zu halten. Und so war der Zustand der Häuser und Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg zur Zeit der Wende erbarmungswürdig. Doch mit viel Liebe zum Detail, viel Engagement, viel Geld der Unesco und der Eigentümer selbst wurde Quedlinburg fast vollständig restauriert und glänzt heute als Perle der Fachwerk-Baukunst. „Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg“ weiterlesen

Die Altstadt von Hann.-Münden – eine Städtereise

Hann. Münden – Wo Werra und Fulda …

„Wo Werra und Fulda sich küssen, sie ihren Namen büssen müssen…“ Das Gedicht auf dem Stein an der Landspitze verrät es: Hier fließen die Flüssen Werra und Fulda zusammen und bilden fortan die Weser, sie später bei Bremen in die Nordsee mündet. Die Altstadt von Hann.-Münden, Hannoversch-Münden oder ursprünglich Münden liegt genau im Mündungsdreieck und gilt mit seinen über 700 Fachwerkhäusern aus 6 Jahrhunderten als Fachwerkstadt von europäischem Rang.

 Fachwerk in der Altstadt von Hann.-Münden
Fachwerk in der Altstadt von Hann.-Münden

Die hohen Wehrtürme und Reste der Stadtmauer zeugen von einer Vergangenheit als reiche Handelsstadt ebenso wie das prächtige Rathaus aus der Zeit der Renaissance. Bereits seit den 1960er Jahren sorgen hauptamtliche Stadt- und Denkmalpfleger für einen sorgsamen Umgang mit der mittelalterlichen Bausubstanz in der Altstadt von Hann.-Münden.

Wohnen Sie einmal selbst in einem historischen Fachwerkhaus als Gast eines der Hotels und Ferienwohnungen in der Altstadt von Hann.-Münden.



Beherrscht wird die Altstadt von Hann.-Münden vom Welfenschloss, der ehemaligen Residenz des Herzogs von Calenberg-Göttingen und auch von Elisabeth von Brandenburg.

Immer wieder fallen an den Häusern der Altstadt von Hannoversch-Münden Kennzeichnungen, Daten und Jahreszahlen auf. Schon oft stieg das Wasser der Flüsse meterhoch und überflutete die Innenstadt. Über 6 Meter über Null zeigen die Pegelstände der verheerendsten Hochwasser.

Führt in die Altstadt von Hann. Münden - die Werrabrücke
Seit 1250 führt sie über die Werra. Sie ist eine der ältesten noch erhaltenen Steinbrücken in Norddeutschland.

Dr. Eisenbart

Der berühmteste Sohn der Stadt erhielt vom König von Preußen das Privileg, als Wundarzt praktizieren zu dürfen. Schon als Arzt war er erfolgreich und zeigte Geschick, aber seine Behandlungsmethoden gegen den grauen Star und gegen Nieren- und Blasensteine machten ihn reich. Einerseits Starstecher und Steinstecher wurde er andererseits oft als Kurpfuscher und Scharlatan verschrien. Sein Auftreten und seine Art zu werben legte den Verdacht auch nahe. Mit großem Gefolge, Gauklern, Akrobaten und uniformierten Bediensteten zog er von Jahrmarkt zu Jahrmarkt, um seine Dienste anzupreisen.
Als Figurenspiel ist das Spottlied auf ihn täglich am Rathaus zu hören. Und jeden Samstag im Sommer hält er Sprechstunde. Ein Theaterstück in Versform erzählt von den Behandlungen in der damaligen Barockzeit.




Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Hann.-Münden und bewundern Sie die alte Fachwerkarchitektur. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Hann.-Münden und besuchen Sie die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Hann.-Münden erfahren Sie einiges über die Geschichte der Stadt am Zusammenfluss von Werra und Fulda.

Sehenswürdigkeiten in Hann.-Münden

Ein Rundgang durch Hann. Münden

Hannoversch Münden oder Hann. Münden oder nur Münden – nennen Sie es wie Sie möchten. Wir bleiben bei dem nun offiziellen Hann. Münden. Zu den Sehenswürdigkeiten in Hann. Münden zählen neben den vielen wunderbaren Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten das Welfenschloss, die beiden Kirchenbauten St. Blasius und St. Aegidien, das Rathaus und Teile der Stadtmauer.

Unser Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Hann. Münden beginnt im Zentrum am Rathaus.

Rathaus

Sehenswürdigkeiten in Hann. MündenRathaus in Hann. Münden
Rathaus in Hann. Münden

Ursprünglich in gotischem Stil erbaut, erfuhr das Mündener Rathaus zu Beginn des 17. Jhdts umfangreiche Um- und Erweiterungsbauten. Mit der Nordfassade wurde einer der schönsten Bauten im Stil der sogenannten Nordfassade geschaffen. Aber auch die Südfassade zum Marktplatz hin wurde mit einbezogen.




Besonders auffallend auch die farbenprächtige Ausgestaltung des Eingangsportals. Darüber erklingt täglich um 12.00, 15.00 und um 17.00 Uhr das Glockenspiel zusammen mit einem Figurenumgang zum Spott auf den berühmten Dr. Eisenbart.

Kirchplatz

Kirchplatz Sehenswürdigkeiten in Hann. Münden
Kirchplatz mit Bürgerhäusern – beeindruckendes Fachwerk

Südlich der St. Blasiuskirche zeigt der Kirchplatz prächtige Fachwerkbauten mit überkragenden Geschossen. Das Haus Nr. 4 von 1457 soll das älteste Fachwerkhaus Niedersachsens sein.

St. Blasius

St. Blasiuskirche in Hann. Münden
St. Blasiuskirche

Obwohl mit dem Bau der St. Blasius schon zum Ende des 12. Jhdts begonnen wurde, wurde sie endgültig erst 1584 fertiggestellt. Der gedrungene Turm mit welscher Haube stellt eines der Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten Hannoversch Mündens dar.

Innen gehört das Taufbecken, von Nikolaus von Stetten 1392 gegossen, zu den Sehenswürdigkeiten ebenso wie die Darstellungen Erzherzogs Wilhelm II und die seines Sohnes Erich I. von 1554.

Lange Straße 79

Lange Straße in Hann. Münden
Lange Straße – Hier starb Dr. Eisenbart

Zu Zeiten des berühmten Wundarztes Dr. Eisenbart war das Haus in der Langen Straße 79 als Gasthaus „Zum wilden Mann“ bekannt. Und Dr. Eisenbart war oft hier.

Einst erhielt er von Wilhelm I, König von Preußen direkt das Privileg, als Wundarzt praktizieren zu dürfen. Einerseits als Arzt sehr erfolgreich und geschickt – sein Ruhm als Starstecher gegen den grauen Star und als Steinstecher im Kampf gegen Nieren- und Blasensteine machten ihn reich – wurde er auch oft als Kurpfuscher und Scharlatan verschrien. Das lag wohl auch in seinem Auftreten. Oft zog er mit großem Gefolge, Gauklern, Akrobaten und uniformierten Bediensteten von Ort zu Ort, von Jahrmarkt zu Jahrmarkt, um seine Dienste anzupreisen.




Schließlich gründete er aber auch eine pharmazeutische Manufaktur in Magdeburg.

Im November 1727 starb der Wanderarzt hier im Gasthaus. Sein Spottlied mit Figurenspiel ist täglich am Rathaus zu hören. Dort wird auch im Sommer jeden Samstag Sprechstunde von Dr. Eisenbart gehalten. Ein Theaterstück in Versform erzählt von den Behandlungen in der damaligen Barockzeit. Das zählt auch zu den Sehenswürdigkeiten in Hann. Münden.

Hagelturm oder Fährenpfortenturm

agelturm in Hann. Münden
Hagelturm

Heute bestehen nur noch kleine Teile der ehemals starken Stadtmauer. Besonders auffällig aber die besonders hohen Türme der Stadtmauer, Hagelturm und Kronenturm. Der Hagelturm wurde schon 1383 erstmals erwähnt. Im Hagelturm oder auch Fährenpfortenturm genannt informiert das Museum der Arbeit über die Methoden der Hagelschrotherstellung. Der 1410 erbaute Hagelturm wurde im 19. Jhdt. erhöht und zur Bleischrotherstellung genutzt. Oben wurde eine Aussichtsplattform geschaffen.

Rotunde

Rotunde
Rotunde in Hann. Münden

Als Teil der einst mächtigen Stadtbefestigung und Teil des oberen Tores nach Süden wird die Rotunde als Gedenkstätte für die Gefallenen der Weltkriege und als Treffpunkt für einige der Stadtführungen genutzt.

St. Aegidien

St. Aegidien, Cafe in Hann. Münden
St. Aegidien, Café in alter Kirche

Als älteste Kirche Hannoversch Mündens wird die Kirche St. Aegidien erstmals 1379 erwähnt. Innerhalb der gotischen Kirche mit der barocken Turmhaube lädt heute das beliebte Café St. Aegidius ein.

Zwischen den Kirchenbänken und im Chor werden heute Tee- und Kaffeespezialitäten und Kuchen serviert. Dr. Eisenbart, dessen Grab an der Kirche liegt – der Grabstein ist zu besichtigen – hätte vielleicht sein Vergnügen an den Genüssen innerhalb der ehemaligen Kirche. Gönnen Sie sich gern eine Kaffee- und Kuchenpause auf unserem Rundgang zu den Sehenwürdigkeiten in Hann. Münden.

Welfenschloss

Welfenschloss
Residenz in Hann. Münden – Welfenschloss

Münden diente ab 1488 als Residenz des Herzogs Erich I von Calenberg-Göttingen. Direkt am Ufer der Werra ließ er das Welfenschloss als ursprünglich gotischen Bau errichten.

Nach einem Brand im Jahr 1561 wird es im Stil der Weserrenaissance wieder aufgebaut.

Von hier aus herrschte auch Herzogin Elisabeth nach dem Tod ihres 40 Jahre älteren Mannes Herzog Erich I. Als Vormund ihres noch minderjährigen Sohnes. Als Anhängerin und Bekannte Luthers führte sie in Hannoversch Münden die Reformation ein.

Im Rahmen einer Führung sind heute noch zwei Renaissancegemächer mit flächendeckenden Wandmalereien, wie sie selten in dieser geschlossenen Form erhalten sind, zu besichtigen.

Heute befindet sich im Welfenschloss das Amtsgericht und das Museum der Stadt.

Werrabrücke

Werrabrücke
Werrabrücke – Sehenswürdigkeiten in Hann. Münden

Sie ist eine der ältesten noch erhaltenen Steinbrücken in Norddeutschland. In sechs Brückenbögen überspannt sie seit 1250 die Werra.



Bummeln Sie auf unserem Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Hann. Münden über die mittelalterliche Brücke. Wer sie heute überqueren möchte, braucht keinen Brückenzoll mehr zu bezahlen, wie er noch von den Mündener Zöllnern noch bis 1849 kassiert wurde.

Und wenn Sie jetzt unseren Rundgang noch etwas ausdehnen möchten, besuchen Sie doch noch den Weserstein ganz am Ende des Tanzwerders. Von rechts die Werra, von links die Fulda entsteht hier die Weser.

Weserstein

Weserstein Sehenswürdigkeiten in Hann. Münden
Weserstein

Wo Werra und Fulda sich küssen… , also genau am Zusammenfluss weist der Weserstein von 1899 auf dem Beginn der Weser hin. Wir erreichen ihn auf unserem Rundgang ganz am Ende des Tanzwerders.

Der Vierzeiler ist mit seiner Deutschtümelei stark als Kind des Wilhelminischen Zeitalters zu erkennen.

Wo Werra und Fulda sich küssen
Sie ihren Namen büssen müssen.
Und hier entsteht durch diesen Kuss
Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss.

Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Hann.-Münden und bewundern Sie die alte Fachwerkarchitektur. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Hann.-Münden und besuchen Sie die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Hann.-Münden erfahren Sie einiges über die Geschichte der Stadt am Zusammenfluss von Werra und Fulda.

Die Altstadt von Erfurt – eine Städtereise

Petersberg und Krämerbrücke

Wer an Erfurt denkt, der denkt bestimmt an eines der zwei wohl bekanntesten Bilder der Altstadt von Erfurt: der Domplatz mit dem Dom und St. Severi und die Krämerbrücke. Beide Sehenswürdigkeiten repräsentieren die Geschichte der Stadt und stehen für die kirchliche Macht und Herrschaft der Mainzer Erzbischöfe einerseits und für den Reichtum durch den Handel und das Streben nach Selbstständigkeit der Bürger auf der anderen Seite.

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Sehenswürdigkeiten in Erfurt

Ein Rundgang durch Erfurts Altstadt

St. Severi

Kaum ein Bild zweier Kirchen ist so eindrucksvoll wie das Nebeneinander vom Dom St. Marien und St. Severi in Erfurt. Zusammen mit der Freitreppe dazwischen sollten Sie diese Sehenswürdigkeiten in Erfurt vom Domplatz aus in Ruhe aufnehmen.

Sehenswürdigkeiten in Erfurt - Dom St. Marien
Links Dom St. Marien und St. Severi rechts
Foto: Stadtpfarrei_ar pixelio.de
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Die Altstadt von Marburg – eine Städtereise

Marburg – auf und ab in der Stadt

„Marburg hätte mehr Treppen an den Straßen und Gassen als innerhalb der Häuser“, sollen die Gebrüder Grimm einmal gesagt haben. Sie sollten es wissen, haben sie doch in der Altstadt von Marburg gewohnt und studiert. Aber etwas übertrieben wird es schon sein. Wahrscheinlich kam ihnen die Idee, als sie abends nach einem feuchtfröhlichen Abend den Weg zu ihrer Studentenbude einschlugen.

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Sehenswürdigkeiten in Marburg

Ein Rundgang durch Marburgs Altstadt

Enge Gassen, steile Treppen – ein Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Marburg bedeutet ein rauf und runter, aber die Ausblicke entschädigen für die Mühe. An welcher Stelle Sie Ihren Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Marburg beginnen hängt am ehesten davon ab, wo Sie sich gerade befinden bzw. in welchem der zahlreichen Parkhäuser in Innenstadtnähe Sie einen Parkplatz finden.

Unser Rundgang beginnt an der alten Universität unten am Lahntor. „Sehenswürdigkeiten in Marburg“ weiterlesen

Museen in Marburg

Entdeckungen – Ein Gang durch die Museen

Marburgs großer Reichtum ist das Wissen und die Bildung, die durch die Universität geprägt wird. Heute werden die über Jahrhunderte entstandenen Sammlungen aus den verschiedenen Gebieten zum Teil der Öffentlichkeit in den dafür eingerichteten Museen in Marburg präsentiert. Hier ein Überblick.

Universitätsmuseum für Kulturgeschichte

Museen in Marburg - Schloss
Das Museum für Kulturgeschichte der Universität im Marburger Schloss

Im Ostflügel des Marburger Landgrafenschlosses werden die kulturhistorischen Sammlungen der Universität gezeigt, u.a. vor- und frühgeschichtliche Funde aus der Bronzezeit, keltische Münzfunde und ein Kriegergrab aus der Zeit der Merowinger.

Außerdem ist mittelalterliche kirchliche Kunst zu sehen, Kruzifixe und Skulpturen aber auch eine Sammlung von Ritterschilden sowie Porzellan, Möbel und Zeugnisse bürgerlichen Lebens aus der Neuzeit.

Museen in Marburg
Universitätsmuseum für Kulturgeschichte
Marburg, Schloss

Haus der Romantik

Zum Romantischen Freundeskreis in Marburg gehörten in den ersten Jahren des 19. Jhdts. u.a. Clemens und Bettina Brentano, Friedrich Carl von Savigny und die Brüder Grimm.

Im Haus der Romantik wird an die Zeit der frühen Romantik und an das Wirken des Romantikerkreises mit verschiedenen Dauer- und Sonderausstellungen erinnert

Museen in Marburg
Haus der Romantik
Marburg, Markt 16

Religionskundliche Sammlung

Die Vielfalt der Religionen wird durch zahlreiche Kultgegenstände, Figuren, Bilder und Altäre aufgezeigt. Der Besucher wird über vergangene Religionen aus dem vorchristlichen Europa, aus Ägypten und Mittel- und Südamerika informiert, aber auch über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Christentum, dem jüdischen Glauben und dem Islam.

Museen in Marburg
Museum Religionskundliche Sammlung
Marburg, Landgraf-Philipp-Straße 4

Mineralogisches Museum

Mineralogische Museen in Marburg
Mineralogisches Museum im Alten Kornspeicher in Marburg

1790 wurde das „Hessische Mineralien-Kabinett“ vom Landgrafen ins Leben gerufen und die Sammlung wurde durch die Universität ständig erweitert.

Heute werden Teile der Sammlung von ca. 50.000 Mineralien, 45.000 Gesteinsproben, 15.000 Edelsteinrohproben und 150 Meteoriten im Rahmen des Museums im Alten Kornspeicher des Deutschordens der Öffentlichkeit gezeigt.

Museen in Marburg
Mineralogisches Museum der Universität
Marburg, Im Alten Kornhaus am Firmaneiplatz

Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Marburg und bewundern Sie die herrlichen Fachwerkhäuser in einer Stadt, in der es ständig bergauf und bergab geht. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Marburg, die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Marburg erfahren Sie einiges darüber, wie sich Marburg zu einer bedeutenden Universitätsstadt entwickelte.

Geschichte von Marburg

Elisabeth und die Religion

Eiszeitliche Funde von Scherben und anderen Werkzeugen lassen auf eine urgeschichtliche Besiedlung Marburgs vor ungefähr 50.000 Jahren schließen. Die Geschichte von Marburg begann in frühester Zeit. Auch für die Jungsteinzeit gibt es Belege einer bäuerlichen Gesellschaft, bieten die ansteigenden Hänge genügend Schutz vor dem Hochwasser der Lahn und trotzdem fruchtbaren Boden.
Aus dem frühen Mittelalter sind Reste einer merowingischen Ringwallanlage auf dem nahen Schanzenkopf zu erahnen.

9./10. Jhdt.

Dort, wo sich heute das Schloss auf dem Berg die Stadt überragt, beherrschte schon im 10. Jhdt. eine Turmburg den Schnittpunkt zweier Handelswege. Unterhalb entwickelte sich später eine Stadt, die nach dem Wort für Grenze, Mark benannt wurde. Hier stießen drei Gerichtsbezirke aneinander.

1122

Die Grafschaft Hessen, damals das Gebiet um Kassel und Fritzlar und eben auch Marburg gingen als Erbe an den Thüringer Landgrafen. Um sich gegen das Erzbistum Mainz abzugrenzen, das auch im mittleren und nördlichen Hessen ausgedehnte Besitzungen beherrschte, wurde besonders die Burg in Marburg ausgebaut und durch die Anlage einer Ringmauer verstärkt.

1222

Der Ort wuchs. Erstmals in der Geschichte von Marburg wurde die Stadt 1222 urkundlich erwähnt.

Die heilige Elisabeth

1228

Die Tochter des ungarischen Königs Andreas II wurde, wie damals unter dem hohen Adel üblich, aus machtpolitischen Gründen schon früh  in die Heirat versprochen. Ein Glücksfall in der Geschichte von Marburg. Als Vierjährige kam sie 1211 an den thüringischen Hof. Nur zehn Jahre später heiratete sie den Landgrafen Ludwig IV. Der allerdings starb sechs Jahre später 1227 auf einem Kreuzzug und mit 20 Jahren trug Elisabeth den Witwenschleier.

Zu der Zeit hatte sie sich aber schon mehr und mehr den Idealen der christlichen Armut verschrieben, was zu harten Auseinandersetzungen mit der Familie führte. 1228 erhielt sie daher Marburg als Witwensitz mit einigen Ländereien zum lebenslangen Nutzen. Die Familie war froh, sie weit weg zu wissen.

In kürzester Zeit gründete sie ein Hospital mit Hospitalkirche. Sie entsagte dem weltlichen Leben und arbeitete selbst mit im Hospital. Doch leider starb diese junge ungewöhnliche Frau schon nach nur drei Jahren nach kurzer Krankheit.

Ein Besuch an ihrem Grab sollte wundersame Heilungen bewirken. Kranke kamen und Pilger und sorgten mit ihren Spenden und Ablasszahlungen dafür, dass 1232 mit dem Bau einer Kirche auf dem Gelände des Hospitals begonnen werden konnte. Die Kirche zählt heute zu den Hauptsehenswürdigkeiten in Marburg.

1235

Nach dem Elisabeth heilig gesprochen wurde, entwickelte sich Marburg für einige Jahrzehnte zu einem bedeutenden Wallfahrtsort nördlich der Alpen. Kirche und Hospital, inzwischen im Besitz des Deutschen Ritterordens wurde auch aufgrund einer erfolgreichen Leitung zu einem der vermögendsten Häuser des Ordens.

1247-1264

1247 gab es keinen männlichen Erben aus dem Geschlecht der hessisch-thüringischen Landgrafen. Thüringen ging an die Markgrafen von Meißen, aber Hessen wurde vom Erzbistum Mainz beansprucht. Sophie, eine Tochter der heiligen Elisabeth und Witwe des Herzogs von Brabant und Lothringen versuchte ihrem noch minderjährigen Sohn Heinrich den Titel zu sichern. Im Hessisch-thüringischen Erbfolgekrieg konnte sie nach langen Kämpfen zumindest die hessischen Besitzungen für sich behaupten.

1292

Später wurde Heinrich, bis dahin Landgraf, zum Reichsfürsten erhoben.
Während der Kämpfe um Hessen galt Marburg als Zentrum, aber zuletzt wurde die Residenz der Grafschaft mehr und mehr nach Kassel verlegt.

Marburger Religionsgespräche

1526

13 Jahre war Philipp I, als er 1517 die Regentschaft in Hessen übernahm. der wissensdurstige junge Mann kam schnell in Kontakt mit der neuen protestantischen Lehre und wurde zum Vorkämpfer der Reformation. Da Marburg damit den Status eines katholischen Wallfahrtsortes verlor, gründete er 1526 in seiner Geburtsstadt die protestantische Universität. Damit gab er der Geschichte von Marburg die entscheidende Wende hin zu einem Standort der Bildung und Wissenschaft,  bis heute ein ganz wesentlicher, auch wirtschaftlicher Faktor in der Stadt.

1529

Luther und Zwingli vertraten trotz vieler Gemeinsamkeiten auch unterschiedliche theologische Standpunkte, u.a. zum Abendmahl. Daraufhin lud Philipp in das Marburger Schloss zu den Marburger Religionsgesprächen. Hier sollte auch ein gemeinsames Vorgehen gegenüber der Bestätigung des Wormser Edikts beschlossen werden. Die Differenzen zwischen Luther und Zwingli ließen sich aber nicht beilegen und so kam es zur Trennung in die lutherische und die reformierte Kirche.

Erbstreitigkeiten, Religionsstreitigkeiten, der Dreißigjährige Krieg, wieder Erbstreitigkeiten und der Hessenkrieg führten Marburg im Anschluss immer mehr in die politische Bedeutungslosigkeit.

1807

Währen der napoleonischen Kriege, als Marburg zum Königeich Westfalen zählte, wurden die Festungsanlagen um das Schloss zerstört.

1866

Preußen annektierte Kurhessen und aufgrund des starken Engagements der preußischen Verwaltung erlebte besonders die Marburger Universität einen erheblichen Aufschwung, was zusammen mit dem Ausbau der Garnison der ganzen Stadt zugute kam. Schnell verzehnfachte sich die Zahl der Studenten, die Einwohnerzahl verdreifachte sich. Neue Stadtteile entstanden, neue Brücken führten über die Lahn.

Bei Euch wollen wir wohnen

1939-1945

Nur etwa 4 Prozent der Stadt wurden im Weltkrieg von den Bomben der alliierten Flugzeuge getroffen, darunter besonders der Bahnhof. US-amerikanische Flugzeuge warfen Flugblätter ab, auf denen der Bevölkerung mitgeteilt wurde:
„Marburg und Bad Nauheim wollen wir schonen, bei Euch wollen wir wohnen.“

Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Marburg und bewundern Sie die herrlichen Fachwerkhäuser in einer Stadt, in der es ständig bergauf und bergab geht. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Marburg, die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Marburg erfahren Sie einiges darüber, wie sich Marburg zu einer bedeutenden Universitätsstadt entwickelte.