Sehenswürdigkeiten in Weimar

Ein Rundgang durch Weimars Altstadt

Unseren Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten Weimars beginnen wir am Weimarer Atrium, einem Einkaufszentrum. Das Weimarer Atrium entstand in einem ehemaligen Gebäude des Gauforums, einem Großprojekt aus der NS-Zeit. Hier in der Nähe des Bahnhofs befindet sich auch das Parkhaus am Weimarplatz und eine Touristinformation.

Entlang der Friedensstraße biegen wir ab in die Friedensgasse, vorbei an der

Jakobskirche

Die Jakobskirche in Weimar innerhalb des Friedhofes entstand 1713 als Garnisonskirche. Später wurde sie auch als Hofkirche genutzt, zur Napoleonischen Zeit als Lazarett.

Zu den eigentlichen Sehenswürdigkeiten zählt aber eher der Jakobsfriedhof. Er wurde schon 1840 geschlossen, aber es sind noch einige Gräber bekannter Persönlichkeiten Weimars erhalten, wie zum Beispiel das Grab Lucas Cranach d.Ä. oder das von Christiane Vulpius, Goethes langjährige Geliebte, die er 1806 heiratete.

Über den Rollplatz hinweg erreichen wir den Goetheplatz

Goetheplatz

1797 brannte das alte Scheunenviertel ab. Man nutzte die Gelegenheit um den Platz neu und großzügig anzulegen. Der "Russische Hof" wurde eine der beliebtesten Herbergen der Stadt. Auch Franz Liszt verkehrte hier. Heute ist der Russische Hof ein Grand Hotel.

Außerdem befindet sich hier noch das von Maria Pawlowna ins Leben gerufene Lesemuseum, die Kunsthalle Weimar Henry Graf Kessler mit wechselnden Ausstellungen.

Durch die Fußgängerzone kommen wir direkt auf den

Goethe und Schiller

Erfolg in Weimar: Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller vor dem Nationaltheater

Foto: Karl-Heinz Laube, pixelio.de

Theaterplatz

Da stehen die beiden bedeutendsten Bürger Weimars einträchtig und freundschaftlich nebeneinander vor dem Nationaltheater - Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Das Standbild ist wohl die meistfotografierteste Sehenswürdigkeit von Weimar.

Nationaltheater in Weimar

26 Jahre stand das Nationaltheater unter Goethes Leitung, hier arbeiteten Schiller und Goethe eng zusammen. Fast all ihre Stücke wurden hier uraufgeführt. Leider ist das ursprüngliche Gebäude nicht mehr erhalten. Das heutige Haus stammt aus dem Jahr 1908 und wurde im neoklassizistischen Stil errichtet. Hier tagte 1919 auch die Nationalversammlung, die mit der Weimarer Reichsverfassung die Weimarer Republik begründete.

Gegenüber im Bauhaus-Museum werden Werke von Gropius, Feininger, Kandinsky, Itten und Klee ausgestellt. Sie stehen für eine in den 1920er Jahren bedeutende Kunst-, Design- und Architekturrichtung, dem Bauhaus.

Richtung Schillerstraße stehen wir vor dem

Wittumspalais.

Wittumspalais

Witwensitz Anna Amalias

Foto: Petra Dietz, pixelio.de

33 Jahre lang wirkte Anna Amalia von hier aus, nachdem Sie sich nach dem Tod des Herzogs hier ihren Witwensitz bezogen hatte. Künstler, Wissenschaftler und Dichter gingen ein und aus.

Die Schillerstraße ist wohl Weimars berühmteste Straße. Ein Bummel durch die Fußgängerzone lohnt sich nicht nur wegen der einladenden Geschäfte, hier steht auch eine weitere Sehenswürdigkeit Weimars, das

Schillerhaus

Schillerhaus in Weimar

In diesem Wohnhaus Schillers entstanden seine letzten großen Werke.

Foto: Günter Nieber, pixelio.de

1777 erbaut und 1802 von Friedrich Schiller gekauft, wohnte er hier nur drei Jahre bis zu seinem Tode. Seine letzten großen Dramen, unter anderem der Wilhelm Tell, entstanden hier. Im Haus selbst und im dahinter angrenzenden Schillermuseum erfahren Sie viel über Leben und Werk des Dichters.

Biegen wir von der Schillerstraße rechts ab Richtung Frauenplan, stehen wir vor einer der wohl bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Weimars, dem

Goethehaus

Goethehaus
Goethes

Wohnhaus in Weimar

Foto: Günter Nieber, pixelio.de

1794 erhielt Goethe das Haus von Herzog Carl-August als Geschenk. Hier wohnte und wirkte der Dichter, wenn er nicht in seinem Gartenhaus weilte. Nachdem der letzte Goethe-Enkel verstarb, wurde das Haus 1886 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Goethe Nationalmuseum werden außerdem Goethes umfangreiche Sammlungen von Kunstgegenständen, Mineralien und wertvolle Bücher gezeigt.

Gar nicht weit vom Goethehaus entfernt am anderen Ende der beschaulichen Seifengasse wohnte Goethes Freundin Charlotte von Stein.

Park an der Ilm

Gönnen wir uns ein wenig Erholung im Park an der Ilm, an sich schon eine Sehenswürdigkeit in Weimar. Er entstand in der Zeit Carl-Augusts nach dem Eintreffen Goethes in Weimar.

Mitten im Park steht

Goethes Gartenhaus.

Goethes Gartenhaus in Weimar

Mitten im Park: Goethes Gartenhaus

Foto: Hermann Schmock, pixelio.de

Hier wohnte Goethe zeitweise, hierhin zog er sich gern zurück und schrieb hier die schönsten Naturgedichte. Wieder zurück auf dem Platz der Demokratie fällt uns das Fürstenhaus auf. Nach dem Schlossbrand (1774) wohnte die Familie Herzog Carl Augusts 32 Jahre lang in diesem Provisorium. Heute nutzt die Musikhochschule "Franz Liszt" die Räume.

Anna Amalia Bibliothek

Nahezu eine Million Bücher, darunter die größten bibliographischen Kostbarkeiten und wertvolle Originale gehörten zur Anna Amalia Bibliothek. Aufwendig restauriert kam es 2004 zur Katastrophe. Während eines Brandes fielen zigtausende Bücher und Werke unwiederbringlich den Flammen zum Opfer oder wurden durch Löschwasser beschädigt. Inzwischen ist die Bibliothek wieder zugänglich.

Residenzschloss

Weimarer Stadtschloss

Residenzschloss in Weimar

Foto: Günter Nieber, pixelio.de

Zu den Sehenswürdigkeiten in Weimar gehört besonders das Residenzschloss der herzoglichen Familie. nachdem der Vorgängerbau 1774 einem Brand zum Opfer fiel, wurde es in den folgenden Jahren nach Ideen Goethes und bekannter klassizistischer Architekten wieder aufgebaut. Besonders die Falkengalerie und der Weiße Saal ziehen tausende Touristen in ihren Bann.

Marktplatz

Weimarer Rathaus mit Geläut

Weimarer Rathaus mit Geläut

Foto: Mathias Brenning, pixelio.de

Rund um den Marktplatz beeindrucken uns einige bemerkenswerte Renaissancebauten. In dem 1549 erbauten Cranachhaus wohnte eine Zeit lang Lucas Cranach d.Ä.. Der Gasthof "Zum Schwarzen Bären" steht hier seit 1540.

In der Stadtkirche "St. Peter und Paul" am Herderplatz ist der berühmte Dreiflügelaltar von Lucas Cranach zu bewundern. Nach seiner Ankunft 1552 in Weimar begann Lucas Cranach der Ältere mit dem Altar über Sündenfall und Erlösung, später beendete sein Sohn das Werk.

In diesem Rundgang konnten wir längst nicht alle Sehenswürdigkeiten Weimars beschreiben. Näheres finden Sie auch unter Museen

Foto oben: Marstall in Weimar, Petra Dietz pixelio.de

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