Quedlinburg

Quedlinburg

Einwohner:
ca. 25.000

Bundesland:
Sachsen-Anhalt

Unesco-Weltkulturerbe
seit 1994

Hotels

Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg

Ein Rundgang durch die Altstadt

In jeder Straße, in jeder Gasse der Altstadt stehen sie, die eigentlichen Sehenswürdigkeiten von Quedlinburg: die Fachwerkhäuser - zu Recht ein Unesco Weltkulturerbe. Im Krieg wurde glücklicherweise nichts zerstört und später gab es in der DDR kein Geld für den Abriss. Allerdings auch kein Geld und kein Material um die Häuser und Sehenswürdigkeiten anständig in Schuss zu halten. Und so war der Zustand der Häuser und Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg zur Zeit der Wende erbarmungswürdig. Doch mit viel Liebe zum Detail, viel Engagement, viel Geld der Unesco und der Eigentümer selbst wurde Quedlinburg fast vollständig restauriert und glänzt heute als Perle der Fachwerk-Baukunst.

Der Marktplatz

Der Marktplatz in Quedlinburg
Rund um den Marktplatz stehen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Altstadt in Quedlinburg.

Fangen wir unseren Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in der Altstadt an, im Zentrum auf dem Marktplatz. Hier sind auch die Tourist-Informationen zu finden. In Quedlinburg gibt es gleich zwei davon, die auch nebeneinander liegen.

Rund um den Markt von Quedlinburg stehen die prächtigen Sehenswürdigkeiten, die Häuser der Kaufmanns- und Handwerkergilden. Zum Beispiel das Lohgerber-Gildehaus, in der auch die Schuhmacher ansässig waren. Heute befindet sich darin ein Hotel. Oder das Haus Grünhagen, ein spätbarockes Patrizierhaus. Theodor Fontane, Heinrich Heine und selbst Goethe bewunderten die Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg und logierten auf ihren Reisen durch den Harz im Hotel "Zum Bär".

Rathaus von Quedlinburg

Quedlinburger Rathaus
Machtkampf zwischen Ratsherren und Äbtissinnen: Das Rathaus von Quedlinburg

Als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg gilt das Rathaus an der Nordseite des Marktes. Es wurde 1310 erstmalig erwähnt. Sein heutiges Gesicht mit einem prächtigen, giebelgekrönten Renaissanceportal erhielt es nach einem Umbau im Jahr 1616.

An der Südwestecke des Quedlinburger Rathauses steht heute der Roland als Zeichen für Marktgerechtigkeit und städtische Selbstständigkeit.

Anfänglich stand die Rolandsäule in Quedlinburg direkt auf dem Markt. Doch nach dem Streit um die städtische Unabhängigkeit und der Niederlage gegen die Äbtissin Hedwig von Sachsen 1477 wurde die Statue in Stücke gehauen. 1860 fand man bei Abbrucharbeiten Fragmente, restaurierte die Rolandfigur und stellte sie 1869 an heutiger Stelle auf.

Auch links und rechts der Marktstraße erheben sich eindrucksvolle Fachwerkhäuser aus dem 16. Jhdt. mit Arkaden, Vorkragungen, Inschriften und Fächerrosetten.

Marktkirche St. Benediktii

St. Benediktii in Quedlinburg
Sehenswürdigkeit mit zwei unterschiedlichen Türmen, die Marktkirche St. Benediktii in Quedlinburg

Die Anfänge der Benediktiikirche in Quedlinburg gehen auf die romanische Zeit zurück. Der Bau der Türme fiel aber in die Zeit des Wechsels von Romanik und Gotik. Der Erweiterungsbau, der heute die dreischiffige Hallenkirche mit Chorraum bildet, fällt in die Zeit der Spätgotik.

Der südliche Turm fiel im 16. Jhdt. einem Blitzschlag zum Opfer und wurde nur durch ein Walmdach mit Dachreiter ersetzt. So ist St. Benedikti schon von weitem zu erkennen und weist auf die Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg hin.

Ein besonders schönes Fachwerkensemble ist am Marktkirchhof zu betrachten. Im Haus Nr. 7 bis 9, bekannt als Stadtpfeiferhaus, wohnten früher der Stadtpfeifer, der Büttel und die Hebamme von Quedlinburg.

Schuhhof

In der Breiten Straße gegenüber dem Rathaus von Quedlinburg liegt das 1535 errichtete Gildehaus der Gerber und Schuhmacher, eine der lohnenswertesten Sehenswürdigkeiten von Quedlinburg. Folgt man dem engen dunklen Gang durch das Haus, gelangt man in eine Gasse, die mit Recht als eine der romantischsten und schönsten in Quedlinburg bezeichnet werden darf. Im Schuhhof wohnten die Schuhmacher, die hier auch ihre Lederwaren darboten.

Am Ende des Schuhhofes liegt die Hölle. Jedenfalls eine Straße, die so heißt und meistens in einem Atemzug mit den Straßen Pölle und Stieg genannt wurde, was auf eine frühere Senke und ein Feuchtgebiet schließen lässt. Im Haus Hölle 11, das auch heute noch mit dicken Sandsteinmauern trutzt, wurden Teile des Dachstuhls und der freigelegten Deckenbalken auf das Jahr 1215 datiert.

Eine Tafel am Haus Pölle 39 und ein Denkmal machen auf Johann Christian GutsMuths aufmerksam. 1759 hier geboren, gilt er als Begründer des Schulturnens und als "Erzvater" der deutschen Turnerbewegung.

Neustadt

St. Nikolai in Quedlinburg
St. Nikolai, die Kirche der Neustadt

Jenseits der Pölle verbindet die Straße "Zwischen den Städten" die alte Stadt mit der Neustadt von Quedlinburg. So neu ist die Neustadt allerdings auch nicht. Mit wachsender Größe wurde schon im Mittelalter das sumpfige Gebiet aufgeschüttet und bebaut.

Ein Vorgänger der Kirche St. Nikolai wurde schon 1201 erwähnt. 1270 wurde die dreischiffige spätromanische Basilika eingeweiht. Auch in der Neustadt dominieren die altehrwürdigen Fachwerkhäuser wie das Gasthaus "Zur Goldenen Sonne" am Neustädter Marktplatz oder das Haus "Zur Börse" Ecke Steinweg/Konvent. Auch hier gilt das Fachwerkensemble zu den Sehenswürdigkeiten von Quedlinburg.

Word und Ständerbau

Fachwerkmuseum Ständerbau
Eine der frühen Formen des Fachwerkbaus zeigt sich im Ständerbau in Quedlinburg

Zurück in der Altstadt gelangen wir über die Pölle zum Word. In dem Fachwerkmuseum Ständerbau können wir eine der älteren Fachwerkbauweisen erkennen, den Ständerbau. Auch dieses uralte Haus etwa aus dem Jahre 1400 zählt zu den Sehenswürdigkeiten von Quedlinburg.

Ein Blick in den Adelshof in der Wordgasse lohnt sich auf jeden Fall. Die Anlage besteht aus Wohn- und Speichergebäuden in Fachwerkbauweise aus dem jahre 1566 bis 1580.

Gehen wir jetzt Richtung Markt noch einmal in die Blasiistraße hinein, stehen wir vor einer weiteren Sehenswürdigkeit von Quedlinburg, der

St. Blasiikirche.

St. Blasiikirche
Die barocke Kirche St. Blasii wird heute weltlich genutzt.

Auch die St. Blasiikirche stammt mit ihren ältesten Teilen aus dem 10. Jhdt. Immer wieder gab es Erweiterungen und Ausbesserungen, aber ihr heutiges Gesicht verdankt sie einem 1714 bis 1718 errichteten Neubau als barocke Kirche in Form eines Oktogons. Heute wird die St. Blasiikirche in Quedlinburg als Kulturkirche mit etwa 50 Veranstaltungen im Jahr genutzt: Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Kabarett und Theater.

Quedlinburger Schlossberg

Schlossberg in Quedlinburg
Unter den Sehenswürdigkeiten die Bekannteste: der Schlossberg als Sitz der Äbtissinnen. Gegründet von Otto I.

Ein wenig abgetrennt von der Altstadt erhebt sich die Bedeutendste der Sehenswürdigkeiten von Quedlinburg, der Schlossberg mit der Stiftskirche St. Servatii. Der Berg selbst ist wohl schon seit der Bronzezeit besiedelt. Heinrich I. ließ die vorhandene Befestigung verstärken. Wohngebäude entstanden neu und eine Kirche, in der der erste Sachsenkönig auch begraben wurde. Nach seinem Tod gründeten sein Sohn Kaiser Otto I. auf der Burg ein adliges Damenstift mit seiner Mutter, der ehemaligen Königin Mathilde als Äbtissin im Stande einer Reichsfürstin.

Über Jahrhunderte wurde Quedlinburg von den Damen des Stifts regiert, immer begleitet von kleinen und großen Machtkämpfen zwischen Stadt und Stift.

Am Fuße der Burg, dort, wo heute das Finkenherd-Haus steht, soll Heinrich I. übrigens die Königskrone des ostfränkischen Reiches angetragen worden sein. Gegenüber steht das Geburtshaus des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock und die Galerie Feininger.

Wenn Sie bei so vielen Sehenswürdigkeiten jetzt Lust bekommen haben auf ein paar unvergessliche Tage in Quedlinburg, dann finden Sie bestimmt gleich hier das passende Hotelarrangement auf Hotel.de oder Kurzurlaub.de oder Ihre Ferienwohnung bei atraveo oder casamundo.

Buchen Sie Ihren Aufenthalt in Quedlinburg direkt online - bequem, schnell, zuverlässig bei unseren Partnern: