Bamberg

Bamberg

Einwohner:
ca. 71.000

Studenten
ca. 13.000

Bundesland:
Bayern

Unesco-Weltkulturerbe seit 1993

Hotels

Sehenswürdigkeiten in Bamberg

Ein Rundgang durch Bambergs Altstadt

Mitten im Zentrum Bambergs umgeben von den Mühlen und Wehren an der Regnitz beginnen wir im Rosengarten vor der Tourist-Information den Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten.
Über die Bischofsmühlbrücke geht es links zum Sonnenplätzchen und zur Schimmelgasse. Gegenüber an der Judenstraße liegt das prächtige

Böttingerhaus

Böttingerhaus in Bamberg

Barockfassade des Böttingerhauses in Bamberg

Mit seiner ausgeprägten barocken Fassade weist das Haus auf den Reichtum und das Ansehen des bürgerlichen Erbauers Ignaz Tobias Böttinger und dessen Aufstieg zum Hofbeamten hin. Anfang des 18. Jhdts., als ganz Bamberg barock werden sollte, diente Böttinger dem der Baukunst verfallenen Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn.

Schon zwei Jahre nach der Fertigstellung wurde dem Hausherren das Haus allerdings zu klein. Er veranlasste daraufhin den Bau des Palais Villa Concordia an der Regnitz.

Samshaus

Sams in Bamberg

Bekannt durch die Verfilmung der Samsgeschichten

Gegenüber dem Böttingerhaus findet sich an der Straßengabelung dieses Haus, dass durch die Verfilmung der Samsgeschichten berühmt wurde.

In diesem Haus der Frau Rotkohl wohnte Herr Taschenbier, als er an einem Samstag Besuch bekam vom Sams. Der Autor, Paul Maar, wohnt selbst in Bamberg.

Die Judenstraße entlang zum Pfahlplätzchen fällt der Blick links auf die

Obere Pfarre

Opbere Pfarre

Beeindruckende Krippen werden in der Weihnachtszeit in der Oberen Pfarre aufgestellt.

Die Pfarrkirche Unsere Liebe Frau ist eigentlich eine rein gotische Kirche aus dem 14. Jhdt., doch später wurde auch sie "barockisiert". Viele Wallfahrer zieht es in dieses Zentrum der Marienverehrung. Einmal im Jahr wird die Marienfigur in der Großen Marienprozession bis zur Martinskirche in der Innenstadt getragen.

Eine der wertvollsten Mariendarstellungen ist das um 1550 entstandene Bild von Tintoretto, auf dem Maria von den Engeln in den Himmel getragen wird.

In der Adventszeit bis in den Februar hinein wird in der Oberen Pfarre eine der größten und schönsten Krippen aufgestellt. Auf 33 Quadratmetern Fläche werden nacheinander verschiedene Szenen dargestellt, Verkündung, Geburt, Ankunft der Heiligen Drei Könige oder die Hochzeit zu Kana.

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Kaiserdom

Der Dom in Bamberg

Dom

Die berühmteste Sehenswürdigkeit und das Wahrzeichen der Stadt Bamberg ist auch gleichzeitig der Mittelpunkt des Kaiserreiches, zumindest des Kaiserreiches Heinrich II. Daher sieht sich Bamberg immer noch augenzwinkernd als Nabel der Welt.

Zwei Dombauten, zwei Brände. Die heute prächtige und mächtige Domkirche ist der dritte Bau an dieser Stelle, nach 40 Jahren Bauzeit 1237 eingeweiht. Zu der Zeit hieß der Bischof Eckbert von Andechs und Meranien, nach ihm wird der Dom oft auch Eckbert-Dom genannt. Schon zur Ehre des Gründer-Kaiserpaares, den inzwischen heiliggesprochenen Heinrich II und seiner Frau Kunigunde, die auch beide im Dom begraben liegen, sollte der Neubau nach altem Stil romanisch erfolgen.

Aber der moderne Stil, die aus Frankreich kommende Gotik setzte sich mehr und mehr durch. Und da man den Neubau nicht von unten nach oben errichtete, sondern im Osten anfing und sich dann nach Westen vorarbeitete, lässt sich in dieser Richtung deutlich der Übergang von der einen zur anderen Stilepoche nachvollziehen. Auch die vier Domtürme zeugen davon, im Osten romanisch, gotisch im Westen.

Bedeutsam ist im Westchor das reich verzierte Chorgestühl mit 66 ausklappbaren Sitzen. Die Schnitzereien zeigen Heilige und Apostel und unter anderem Heinrich und Kunigunde und die Königin von Saba mit zwei langen Zöpfen. Hier liegt auch Papst Clemens II in einem Marmorgrab aus dem 13. Jhdt. Das einzige Papstgrab nördlich der Alpen.

Am Ostchor steht das Grab des Kaiserpaares Heinrich II und Kunigundes. Das Marmorgrab selbst wurde von Tilman Riemenschneider, einem Bildhauer der frühen Renaissance im 16. Jhdt. geschaffen. Das neu geschaffene Grab sollte für die Pilger zur besonderen Sehenswürdigkeit Bambergs werden. Schon damals profitierte die Stadt vom "Tourismus".

Bamberger Reiter

Bamberger Reiter

Das Rätsel von Bamberg: Wer war der berühmte Reiter?

Ein Reiterstandbild in einer Kirche ist schon ungewöhnlich, aber der Bamberger Reiter im Dom ist auch das erste freistehende Reiterstandbild überhaupt seit der Antike. Ähnlich wie die Uta von Naumburg gehört der Bamberger Reiter von ca. 1230 zu den bekanntesten Bildhauerfiguren des Mittelalters, die lebensgroße Figur besticht durch ihre Schönheit und perfekte Ausführung.

Und zusammen mit der Uta wurde auch er von den Nationalsozialisten missbraucht als das "Ebenbild des echten, wahren deutschen Mannes", der für alles stand, was "deutsch" sein sollte, edle Gesichtszüge und blonde Locken. Das Geheimnisvolle am Bamberger Reiter aber ist, dass man eigentlich nicht weiß, wen er darstellen soll. Es könnte auch sehr gut ein Ungar sein, König Stephan von Ungarn oder der ebenso wenig "deutsche" König der Könige, der als Anführer der Erlösten wiederkehrende Christus selbst.

Alte Hofhaltung

Alte Hofhaltung

Vor dem Bau der Neuen Residenz wurde hier Hof gehalten

Aus der Burg der Babenberger entstand Bamberg und sie stand hier auf dem Berg über der Regnitz. Kaiser Heinrich II wählte sie zu seiner Lieblingsburg, ließ einen Palastbau errichten von dem aus er oft das Reich lenkte. Später regierten hier die Bischöfe, die im 16. Jhdt. die alten maroden Gebäude abreißen und sich ein Fürstenschloss bauen ließen. Der Name "Alte Hofhaltung" blieb.

Die zum Domplatz gewandte Ratsstube wurde auch für Ratsversammlungen genutzt. Sehenswert: die Schöne Pforte, der Eingang zum Innenhof der Alten Hofhaltung mit figürlichen Darstellungen.

Neue Residenz

Bamberg Neue Residenz

Glanz und Macht der Fürstbischöfe in der Neuen Residenz

Die wohl prächtigste Sehenswürdigkeit Bambergs. Lothar Franz von Schönborn war vom Bauen besessen. Und da er Fürst und Bischof zugleich, also Fürstbischof war, besaß er Geld und Macht genug, sich mit einer der größten Schlossanlage Bayerns ein Denkmal zu setzen. Sein Neffe und Nachfolger tat es ihm gleich. So entstanden die beiden Flügel dieses gewaltigen Barockschlosses. Glücklicherweise war für einen dritten Flügel kein Geld mehr da, denn dafür hätte die Alte Hofhaltung abgerissen werden sollen.

40 Prunkräume im Inneren, prächtig ausgestattet mit kunstvollen Stuckarbeiten, wertvollen Möbeln und Wandteppichen zeugen vom Glanz der Bamberger Fürsten und wohl weniger von priesterlicher Demut der Bischöfe. Dazu das kaiserliche Appartement und der Kaisersaal.

In der neuen Residenz befindet sich auch die Staatsgalerie mit Werken der Spätgotik und des Barock, unter anderem die "Sintflut" von Hans Baldung Grien.

Rosengarten

Rokoko-Romantik, ein Springbrunnen, fröhliche Figuren in Stein und weit über 4000 duftende Rosenstöcke, Blüten in allen Farben - der Rosengarten verzaubert. Von drei Seiten von der Neuen Residenz umgeben, gibt der Garten einen traumhaften Blick auf die Dächer der Altstadt und auf den Klosterberg von St. Michael frei.

Vom Domplatz geht der Rundgang weiter die Residenzstraße hinab zum Sand.

Schlenkerla

Schlenkerla

Bamberger Rauchbier im Schlenkerla

Das Bier ist schwarz und rauchig, Bänke und Holztische gescheuert und mit Schnitzereien überzogen. Gewölbe und tiefhängende Balken, die urigen Räume gehören zum Schlenkerla, die Bambergische Ur-Brauerei mit Ausschank, erstmals erwähnt schon 1405. Touristen, Studenten und Einheimische genießen hier ihr Bier, aber es gibt auch rundum auf dem "Sand" noch eine ganze Reihe beliebter Kneipen und Clubs auch mit Livemusik.

Für Sie währe das vielleicht der passende Moment, sich während des Rundgangs eine Pause zu gönnen.

Altes Rathaus

Sehenswürdigkeit Altes Rathaus

Flussaufwärts das Rottmeisterhäuschen vor dem Brückenturm. Dahinter schließt sich das Alte Rathaus an

"Das Rathaus soll auf der Domseite stehen, nahe bei Dom und Bischof" - "Nein , das Rathaus ist für die Bürger da und soll auf der bürgerlichen Seite stehen." Weil man sich einfach nicht einigen konnte, wurde das Rathaus des mittelalterlichen Bambergs genau in die Mitte, nämlich mitten in die Regnitz hineingebaut. Das war zwar sehr viel teurer - es musste schließlich ein Fundament aus massiven Eichenstämmen in den Fluss getrieben werden -aber was half's. So entstand eine der seltsamsten Sehenswürdigkeiten Bambergs.

Mitten durch das Rathaus, durch den Brückenturm aus dem 15. Jhdt. mit der heutigen barocken Form von 1749 führt die Obere Brücke von einem Stadtteil zum anderen. Die Fassade des Alten Rathauses neben dem Brückenturm ist über und über bemalt. 1755 schuf der Maler Johann Anwander die Darstellungen, zur Stadt hin die Bürgertugenden, zum Dom hin die Herrschertugenden.

Der Fachwerkanbau auf der anderen Seite des Brückenturms beherbergte die Wachmannschaft. Nach dem Anführer einer Rotte, einer 10 Mann starken Truppe, wird das Haus Rottmeisterhäuschen genannt.

Klein Venedig

Venedig in bamberg

Direkt am Wasser gebaut - Klein Venedig in Bamberg

Von der Brücke über die Regnitz hat man einen besonders guten Blick auf Klein Venedig. Statt der großen Dogenpaläste liegen hier aber malerische Schiffer-, Fischer- und Gerberhäuschen direkt am Wasser. Früher konnten die Fischer zum abladen noch in die Untergeschosse hineinfahren, die Häuser wurden auf Pfählen erbaut.

In der Inselstadt zwischen Main-Donau-Kanal und Regnitz befindet sich das eigentliche Zentrum der Stadt mit Geschäften, Cafés, Fußgängerzone und dem Grünen Markt, auf dem täglich ein Obst- und Gemüsemarkt stattfindet.

St. Martin

St.-Martin-Kirche

St. Martin

An der Stelle eines ehemaligen Karmeliterklosters begann unter der Regie der bekannten kurfürstlichen Baumeister Georg und Leonhard Dientzenhofer der Neubau einer Kirche im Barockstil mit zweigeschossiger Fassade. Im Inneren beeindruckt der Hochaltar mit Bildern aus dem Leben des Heiligen Martins und die Kuppel, die von vier auf Wolken sitzenden Evangelisten getragen wird.

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