Die Altstadt von Weimar- eine Städtereise

Weimar – Stadt der Klassik

Kennen Sie eine andere Stadt in Deutschland, die ebenso wie Weimar über die Jahrhunderte Literatur, Kunst, Theater und Musik so stark gefördert hat. Die Altstadt von Weimar ist geprägt ist von den Höhepunkten klassizistischer Architektur, die so stark beeinflusst wurde von ihren berühmten Bewohnern, allen voran Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller? „Die Altstadt von Weimar- eine Städtereise“ weiterlesen

Die Altstadt von Leipzig – eine Städtereise

Leipzig – Friedliche Revolution

Messestadt, Heldenstadt, Bach- und Bücherstadt, Kaffeestadt – die Altstadt von Leipzig hat viele Gesichter. Und das macht die Stadt so vielseitig und spannend.

Barthels Hof in der Altstadt von Leipzig
Barthels Hof in der Altstadt von Leipzig

Am Schnittpunkt zweier bedeutender Handelswege entstanden, bekam Leipzig schon früh (1165) das Marktrecht und 1497 das Reichsmesseprivileg zugesprochen, das Leipzig gegenüber allen Städten im Umkreis von über 100 km bevorteilte. In Leipzig wurde auch die erste Mustermesse der Welt abgehalten. Zu DDR-Zeiten wurde die Leipziger Messe als Schaufenster des sozialistischen Blocks herausgestellt, heute finden auf dem neuen Messegelände vielbeachtete Ausstellungen wie die Buchmesse oder Automesse statt.

Leipzig hat eine unvergleichliche Bevölkerungsexplosion erlebt, aber auch Ausbluten und erneutes Wachstum. In den Gründerjahren der letzten Jahrzehnte des 19. Jhdts. erlebte Leipzig durch die fortschreitende Industrialisierung eine beispiellose Bevölkerungsexplosion von ca. 100.000 auf ca. 500.000 Einwohner innerhalb von zwanzig Jahren. Später kamen noch 200.000 dazu.



Gründerzeit und die Altstadt von Leipzig

Natürlich zog das einen gewaltigen und das Stadtbild von Leipzig ganz besonders prägenden Bauboom nach sich. Prächtige gründerzeitliche Bürgerhäuser und Villen entstanden und Stadthäuser mit Etagenwohnungen von 200 bis 300 Quadratmetern Wohnfläche.

Jugendstil in Leipzig

Bei solch einem Bevölkerungswachstum kann man sich aber genauso vorstellen, was für ein Elend für die Mehrheit damit verbunden war – verarmte Bauern und Landarbeiter, die ihr Glück als Industriearbeiter in der Stadt suchten. Nicht umsonst wurde in Leipzig der Allgemeine Arbeiterverein gegründet, ein Vorläufer der Sozialdemokratie.




Richtige Helden wurden die Leipziger 1989, als sie mit den Friedensgebeten und Montagsdemonstrationen maßgeblich zur Wende beitrugen. Hunderttausende marschierten auf dem Ring rund um die Altstadt und hofften gleichzeitig, dass es nur nicht zu Gewalt käme.

Den Exodus Richtung Westen in den Jahren danach, verbunden mit Pleiten und Leerstand hat Leipzig inzwischen wieder auffangen können. Neue Industrien wurden angesiedelt und vor allem Studenten ziehen gern nach Leipzig.

Auch das ist Leipzig

Der Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten beschränkt sich auf diesen Seiten auf die Leipziger Altstadt. Obwohl es auch rundherum so viel Sehenswertes gibt, bleibt die Altstadt das Zentrum mit den bekannten Sehenswürdigkeiten und Museen. Ob mittelalterlich, barock, klassizistisch oder modern, es gibt überall etwas zu entdecken.

Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Leipzig und genießen Sie die besonders unter jungen Leuten beliebte Stadt. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Leipzig, die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Leipzig erfahren Sie einiges über die bewegte Geschichte der Stadt der friedlichen Revolution.

Goethe allgegenwärtig: Faust und Mephisto vor Auerbachs Keller

Sehenswürdigkeiten in Leipzig

Ein Rundgang durch Leipzigs Altstadt

Bei über 500.000 Einwohnern besitzt Leipzig viele schöne Stadtteile und Ecken, auch außerhalb der City. Einige Sehenswürdigkeiten in Leipzig sind berühmt wie die Nikolaikirche, andere Sehenswürdigkeiten sollten Sie auf keinen Fall versäumen. Außerhalb der Altstadt mausern sich Straßenzüge, zum Beispiel rund um die KarLi (Karl-Liebknecht-Straße) zu Szenevierteln mit vielen Geschäften, Kneipen und Cafés.

Unser Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Leipzig konzentriert sich aber auf die eigentliche Altstadt, ein flächenmäßig kleiner Teil, aber voller sehenswerter Überraschungen.

Als Ausgangspunkt für einen Rundgang durch Leipzig bietet sich der Hauptbahnhof an, in der Nähe stehen auch einige Parkhäuser zur Verfügung.
Europas größter Kopfbahnhof wurde 1915 fertiggestellt. Sein beeindruckender Bau sollte den Besuchern gleich einen Eindruck vom Ansehen und Reichtum des Leipziger Bürgertums vermitteln. Seit 1997 gehen viele Leipziger hauptsächlich zum Bahnhof um zu shoppen. In historischer Umgebung ist mit den Promenaden am Hauptbahnhof auf 30.000 Quadratmeter Verkaufsfläche ein Einkaufscenter auf mehreren Etagen entstanden.

Spiegelung
Täuschende Spiegelungen. Die historischen Häuser gibt es schon lange nicht mehr.

Auf dem Weg zum Markt halten wir uns an der Nikolaistraße rechts. In der Katharinenstraße sollten wir uns auf Höhe der Tourist-Information einmal umwenden. Wie schön sich die historischen Kaufmannshäuser auf der dunklen Glasfassade des Einkaufszentrums Höfe am Brühl spiegeln.Aber … was für eine Täuschung. Es gibt gar keine sich spiegelnden Häuser. Die Glasfassade deutet die ehemals hier stehenden zerstörten Häuser raffiniert als Spiegelung an.

Marktplatz

Marktplatz in Leipzig
Marktplatz in Leipzig

Der Markt ist das Herz der Stadt. Hier ist immer etwas los und wenn nicht gerade Ostermarkt, Weihnachtsmarkt oder Stadtfest gefeiert wird, dann findet auf jeden Fall zweimal die Woche der Wochenmarkt statt.

Altes Rathaus

Sehenswürdigkeiten in Leipzig - Altes Rathaus
Im Renaissance-Rathaus befindet sich heute das stadtgeschichtliche Museum

Wer auf dem Markt steht, der steht vor dem Alten Rathaus. das Rathaus, das 1556 in nur neun Monaten gebaut und fertiggestellt wurde – eine unglaublich kurze Zeit für ein solch großes Projekt – zählt heute zu den schönsten Rathäusern aus der Renaissancezeit in Deutschland.




Schon von Anfang an waren die Arkadengänge für Geschäfte vorgesehen. Der mit der prachtvollen Uhr geschmückte Turm steht übrigens bewusst nicht in der Mitte, sondern im Goldenen Schnitt. Die oberen Stockwerke werden heute vom stadtgeschichtlichen Museum genutzt, im 1. Obergeschoss ist der original erhaltene Festsaal zu besichtigen inklusive einem Modell der Stadt von 1823.

Vom Markt aus betreten wir die Hainstraße und gleich wieder links den

Barthels Hof

Barthels Hof
Nach der Wende aufwändig restauriert: Barthels Hof

Leipzig ist Messestadt. In alten Zeiten, als die Messen noch als Warenmessen abgehalten wurden, die Waren also direkt präsentiert, verkauft und abtransportiert wurden, fand der Handel in solchen Durchhöfen statt. Der Barthels Hof ist der letzte in Leipzig.

Hier traf alles zusammen. Unten in den Verkaufsgewölben wurde rege gehandelt. Darüber lagen Büroräume und Unterkünfte für die reisenden Kaufleute. Die Erfolgreichen durften im Festsaal feiern, während sich das einfache Volk in der Schenke traf.
Die Waren wurden mithilfe der Kranbalken und Flaschenzüge in die Lagerräume der oberen Stockwerke befördert.

Zusammen mit der Mädler-Passage und dem Jägerhof war der Barthels Hof eine von über 20 Schmuckimmobilien, mit denen Dr. Jürgen Schneider so lautstark in den Konkurs ging. Schön restauriert, zählen sie aber heute zu den Sehenswürdigkeiten in Leipzig.

Zum Arabischen Coffe Baum

Coffe Baum
Ältestes Kaffeehaus: Zum Arabischen Coffe Baum

In dem ältesten ununterbrochen betriebenen Kaffeehaus Deutschlands finden sich auf mehreren Etagen unterschiedliche Gasträume mit unterschiedlicher Einrichtung und das Kaffeehausmuseum.





Überhaupt drängeln sich hier in den Straßen Klostergasse, Barfußgässchen und Große Fleischergasse Lokale und Kneipen wie nirgends sonst in Leipzig.
Wer hier zum Kneipenbummel aufbricht, begibt sich ganz sächsisch auf einen „Drallewatsch“.

Runde Ecke

Beängstigend, wie die Stasi die gesamte Gesellschaft bespitzelt und überwacht hat. Ein Abstecher zu Runden Ecke am Dittrichring 24 lohnt. Der frühere Sitze der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit wurde in den Tagen der Wende 1989 von wütenden Bürgern gestürmt, die damit die umfassende Vernichtung der Stasiakten verhinderten.

Im Gebäude ist eine interessante Dauerausstellung über die Praktiken der Stasi zu sehen.

Thomaskirche

Sehenswürdigkeiten in Leipzig: Thomaskirche
Thomaskirche in Leipzig

Als Augustiner-Klosterkirche wurde sie 1212 gegründet, 1496 als spätgotische Hallenkirche neu errichtet und 1574 noch einmal umgestaltet.
Das mittelalterliche Aussehen und auch die prächtigen Glasfenster auf der Südseite stammen allerdings aus dem 18. Jhdt.

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach
Johann Sebastian Bach wirkte an der Leipziger Thomaskirche

Vor der Kirche aber auf dem Kirchhof steht die überlebensgroße Figur des Mannes, dem die Thomaskirche wohl ihre eigentliche Bedeutung verdankt: Johann Sebastian Bach. Lange Jahre bis zu seinem Tod hat er hier gearbeitet. Über sein Wirken als Komponist, Stadtmusikdirektor oder Thomaskantor informiert das Museum im Bach-Archiv gegenüber.

Neues Rathaus

Sehenswürdigkeiten in Leipzig: Neues Rathaus
Neues Rathaus in Leipzig

Als gegen Ende des 19. Jhdts. in Leipzig die Bevölkerungszahlen explodierten, musste ein neues größeres Rathaus gebaut werden. So entstand an der Stelle der ehemaligen Pleißenburg in der Zeit vorherrschender Mittelalterromantik ein neues Verwaltungs- und Repräsentationsgebäude der Stadt, das im Stil an eine mächtige, alte Burg erinnern soll.

Tatsächlich vereint der Bau geschickt die verschiedensten Stilelemente aus verschiedenen Zeiten. So zeigen sich immer wieder Barockelemente, die gestaffelten Giebel erinnern mehr an das Alte Rathaus aus der Renaissancezeit. Die steilen Dächer erinnern wieder an gotische Formen. Schmuck und Innendekorationen enthalten Elemente gehören in den Jugendstil.

Zu den Sehenswürdigkeiten in Leipzig gehört auch die die Brücke zwischen den Gebäuden. Sie ist der Seufzerbrücke in Venedig nachempfunden.

Passagen

Mädler Passage in Leipzig
Mädler Passage in Leipzig mit Auerbachs Keller

Gegenüber befindet sich die neue Passage Petersbogen, eine neue Einkaufspassage, durch die wir hindurchgehen und über die Petersstraße zum Markt kommen.

Leipzig ist die Stadt der Passagen. In der Messestadt entstanden schon früh die Durchhöfe mit den Gewölben, in denen die Kaufleute ihre Waren ausstellten. Daraus entstanden die Durchhäuser, indem sie überbaut wurden und Wohn- und Lagerräume, zum Beispiel wie im Barthels Hof, in den oberen Stockwerken dazukamen. Im 19. Jhdt. entstanden dann die prächtigen Messehäuser.



Ein Blick in die Mädler-Passage mit ihrer prachtvollen Deckengestaltung lohnt sich. Hier befindet sich auch Auerbachs Keller, in dem sich Goethes Faust von Mephisto führen ließ, der dann auch Wein aus den Tischen sprudeln ließ.

Specks Hof in Leipzig
Specks Hof in Leipzig

Eine andere Passage: Speck’s Hof. Seine drei unterschiedlichen Innenhöfe wurden bei der Sanierung 1995 mit Skulpturen, Malerei und Keramik aufwendig gestaltet, die Treppenhäuser mit Glasmalereien geschmückt. Auf der größten Immobilienmesse der Welt in Cannes erhielt der Speck’s Hof den Preis für das schönste restaurierte Gebäude in diesem Jahr. So werden Geschäftshäuser zu Sehenswürdigkeiten in Leipzig.

Naschmarkt

Sehenswürdigkeiten in Leipzig -Goethe auf dem Naschmarkt
Kaffeepause mit Goethe auf dem Naschmarkt

Auf der Rückseite des Alten Rathauses öffnet sich ein kleiner Platz mit einer Statur vor einem reich geschmückten Gebäude. Auf dem Naschmarkt wurde wohl schon im Mittelalter gern genascht, heute dürfen Sie hier gern einen Kaffee trinken.

Der junge Mann auf dem Sockel ist kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe als Student. Hier in Leipzig studierte er eigentlich Jura, doch die Poetik hatte es ihm mehr angetan. Sein Gesicht immerhin ist der Universität zugewandt, seine Schritte lenken aber eher in Richtung Auerbachs Keller.

Im Hintergrund steht die Alte Börse. In diesem Haus trafen sich die Kaufleute zur Börsenversammlung während der Messen. Inzwischen finden hier unterschiedliche Kulturveranstaltungen statt.

Nikolaikirche

Nikolaikirche in Leipzig
Die Säule vor der Nikolaikirche erinnert an die Friedensgebete und Montagsdemonstrationen

Friedensgebete und Montagsdemonstrationen, der Geist der Friedlichen Revolution von 1989 schwebt immer noch über der Nikolaikirche.

Romanisch, gotisch und barock, von außen lässt sich die älteste Kirche der Stadt von 1165 zu keiner Stilepoche zuordnen, innen aber besticht die klassizistische Gestaltung der Hallenkirche von 1797 durch ihre bezaubernde Farbgestaltung. Weiße Säulen mit hellgrünen Palmwedeln stützen den Innenraum und genau solch eine Säule wurde auch draußen auf dem Kirchhof als Erinnerung an die Friedensgebete und die mächtig anwachsenden Montagsdemonstrationen in Leipzig aufgestellt.

Auch heute will die Nikolaikirche sich als „offen für alle“ verstehen und innen findet sich auch noch ein Schild mit „Schwerter zu Pflugscharen“.

Setzen wir unseren Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Leipzig fort und betreten den Augustusplatz. Der fast 4 ha große Platz ist das Ergebnis wenig sensiblen sozialistischen Wiederaufbaus. Zu dieser Zeit wurde der Platz auch nach Karl Marx benannt.

Universitätsgebäude

Leipzigs Universitätsgebäude
Leipzigs Universität – das Neue Augusteum

Gleich neben dem City-Hochhaus stand bis 1968 das Hauptgebäude der Universität, das klassizistische Augusteum und daran angeschlossen als Universitätskirche die nach dem Krieg vollständig erhaltene spätgotische Paulinerkirche. Doch die alten Gebäude passten nicht in die schöne neue sozialistische Welt und mussten weichen.

Nicht länger als eine Woche Zeit wurde der Kirche gegeben, um möglichst viele Schätze zu retten, am 30. Mai 1968 wurde diese mittelalterliche Kostbarkeit dann gesprengt. Für die Universität gab es an dieser Stelle nichts anderes als einen viereckigen Gebäudeklotz, der heute schon nicht mehr steht.

Stattdessen freut sich die altehrwürdige Universität inzwischen über ein gelungenes Beispiel moderner Architektur. 2012 wurde das Neue Augusteum nach Entwürfen des holländischen Architekten Erick van Egeraat fertiggestellt. Gekonnt werden hier überlieferte Elemente verfremdet und neu angelegt.

Opernhaus

Oper in Leipzig
Hervorragende Akustik in der Oper von Leipzig

Die Leipziger Oper selbst ist nach Mailand und Hamburg die drittälteste in Europa, das Gebäude selbst atmet aber den Geist der 1950er Jahre. Mit 1682 Plätzen besitzt sie eines der größten Häuser Europas mit einer hervorragenden Akustik im Zuschauerraum.

Gewandhaus

Sehenswürdigkeiten in Leipzig -
Der Augustusplatz spiegelt sich im Gewandhaus

Das eher futuristisch anmutende Gewandhaus wurde als Konzertsaal 1981 auf Bestreben des Leiters des Gewandhausorchesters erbaut und eingeweiht. Kurt Masur, Gewandhauskapellmeister mit Weltruhm verfügte damit über einen Orchestersaal für 1900 Zuschauer mit einer Akustik, die zu den besten der Welt gerechnet wird.

Wenige Jahre später zählte Kurt Masur zu den führenden Köpfen auf Seiten der Bürgerbewegung 1989 und der Wendezeit.

In diesem Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Leipzig sind nur die wichtigsten Stationen in der Innenstadt selbst genannt. Rundherum in dieser von explodierendem Bevölkerungswachstum, Ausblutung nach der Wende und inzwischen besonders unter Studenten beliebten Großstadt gibt es noch viel zu entdecken an klassischen Sehenswürdigkeiten, gründerzeitlichen architektonischen Schmuckstücken und überraschenden Szene-Highlights.

Berühmt natürlich das Völkerschlachtdenkmal von 1913, dem noch immer der Geist des großdeutsch wilhelminischen Machtanspruchs anhaftet.

Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Leipzig und genießen Sie die besonders unter jungen Leuten beliebte Stadt. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Leipzig, die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Leipzig erfahren Sie einiges über die bewegte Geschichte der Stadt der friedlichen Revolution.

Museen in Leipzig

Entdeckungen – Ein Gang durch die Museen

Bei soviel Kunst und Literatur, bei so vielen Ereignissen, die Geschichte geschrieben haben, wird natürlich auch in den verschiedenen Museen in Leipzig darüber informiert. Ob Kunst oder Archäologie, Medien oder Musik, Revolution oder Stasikontrolle, hier die wichtigsten Museen in Leipzig.

Museum in der Runden Ecke

In diesem Gebäude war einst die Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit untergebracht. Von hier aus wurde die DDR-Gesellschaft bis ins Detail ausspioniert und überwacht. Stasi-Bedienstete und IMs observierten und dokumentierten in einem unfassbaren Ausmaß, mögliche Gegner wurden brutal verhört. Unter anderem sind Brieföffne- und -zuklebemaschinen zu sehen, mit denen jede Postsendung in den und aus dem Westen kontrolliert wurde.

Museum in der Runden Ecke
Leipzig, Dittrichring 24

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

Mit seiner umfassenden Ausstellung zu Widerstand und Anpassung in der DDR beeindruckt das zeitgeschichtliche Forum in Leipzig. Es wurde 1999 als Niederlassung des Hauses der Geschichte Bonn in Leipzig eröffnet mit dem Schwerpunkt DDR-Geschichte.

Zusätzlich werden Wechselausstellungen zu verschiedenen Themen des DDR-Lebens präsentiert.

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Leipzig, Grimmaische Straße 6

Deutsches Buch- und Schriftmuseum

„Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode“, das Deutsche Buch- und Schriftmuseum zeigt in verständlicher und lebendiger Weise, wie sich Nachrichten, Bücher und Medien in den Jahrtausenden entwickelt haben. Der Anfang der Schrift um Vorderen Orient wird ebenso aufgearbeitet wie die wertvollen Handschriften des Mittelalters bis hin zur umwälzenden Erfindung des Buchdruckes von Johannes Gutenberg.
Ein weiterer Bereich widmet sich der Entwicklung der Schriften bis zur industriellen Produktion und der künstlerischen Buchgestaltung.
Auf einer Medienwand wird die Bedeutung der Massenmedien Buch, Zeitung, Fernsehen und Internet beleuchtet.

Deutsches Buch- und Schriftmuseum
Leipzig, Deutscher Platz 1

Kaffeemuseum – Arabischer Coffe Baum

Museen in Leipzig - Kaffeemuseum in einem historischen Café
In Leipzig entwickelte sich eine lebendige Kaffeehauskultur.

Der Begriff „Kaffeesachsen“ kommt nicht von ungefähr. Tatsächlich begann das aus dem Orient stammende belebende Getränk im 17. Jhdt. in Sachsen seinen Siegeszug. Auch in Leipzig entwickelte sich eine lebendige Kaffeehauskultur. Selbst Johann Sebastian Bach komponierte eine Kaffeekantate. In einem der ältesten Cafés, dem Arabischen Coffe Baum informiert das Kaffeemuseum über das beliebte Getränk.

Kaffeemuseum Zum Arabischen Coffe Baum
Leipzig, Kleine Fleischgasse 4

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Altes Rathaus
Leipziger Stadtgeschichte

Im Alten Rathaus am Markt ist das Stadtgeschichtliche Museum von Leipzig zuhause. Es informiert über die Geschichte von Leipzig. Im original erhaltenen Festsaal des Rathauses zeigt ein Stadtmodell von 1823, wie die Stadt vor fast 200 jahren ausgesehen hat.

Stadtgeschichtliches Museum
Leipzig, Im Alten Rathaus, Markt 1

Ägyptisches Museum

Eine der ältesten Sammlungen in Deutschland altägyptischer Exponate. Dazu zählt ein priesterliches Grabensemble und ein Pyramidenmodell.

Ägyptisches Museum der Universitätsstadt Leipzig
Leipzig, Goethestraße 2

Bach-Museum

Johann Sebastian Bach
Das Bach-Archiv in Leipzig unterhält auch ein Museum über Johann Sebastian Bach

Zu den Museen in Leipzig gehört auch das Bach-Archiv. Seit 1950 werden dort Zeitdokumente und Autografen im Zusammenhang mit Johann Sebastian Bach gesammelt. Die Forschungsstätte ist Zentrum der wissenschaftlichen Bachforschung. das Bach-Museum informiert über Leben und Werk des herausragenden und in Leipzig wirkenden Musikers.

Bach-Museum
Leipzig, Thomaskirchhof 16

Grassimuseum

Franz Dominic Grassi (1801 – 1880), Spross einer über Generationen in Leipzig beheimateten italienischen Kaufmannsfamilie, vermachte der Stadt ein großes Vermögen, dem einige Denkmäler und Bauten zu verdanken sind. Auch das heutige Grassimuseum fußt auf diesem Erbe.

Heute sind gleich drei verschiedene Museen in Leipzig in diesem Komplex untergebracht.

Museum für angewandte Kunst

Auf 3500 Quadratmetern bieten mehrere Rundgänge Einblick in die Themenbereiche „Antike bis Historismus“, „Asiatische Kunst“ und „Jugendstil bis Gegenwart“. Dazu Sonderausstellungen und Medienprojekte.

Mit einem Bestand von mehr als 90.000 Einzelstücken gehört das Museum zu den führenden Museen für Angewandte Kunst weltweit.

Museum für Völkerkunde

Völker und Kulturen aus der ganzen Welt werden mithilfe der über 200.000 Objekte umfassenden Sammlung zum Leben erweckt. Bedeutende Personen wie der Entdecker von Troja, Heinrich Schliemann oder die Lexikaverleger von Brockhaus und Meyer waren dem Museum verbunden.

Vor allem das Thema „Wohnen und Alltag“ wird immer wieder aufgegriffen.

Museum für Musikinstrumente

Eine der größten Instrumentensammlungen der Welt von der Renaissance bis in die Gegenwart ist in diesem Museum zu sehen. Im Klanglabor dürfen auch Kinder mal richtig auf die Pauke hauen.

Grassimuseum
Leipzig, Johannisplatz 5

Museum der bildenden Künste

2004 wurde in der Katharinenstraße das Museum der bildenden Künste eröffnet, in dem eine der bedeutendsten bürgerlichen Kunstsammlungen Deutschlands gezeigt wird. Obwohl das Gebäude im Weltkrieg zerstört wurde, überlebte die Sammlung, wurde in der Zeit danach unter recht ungünstigen Bedingungen präsentiert und hat erst seit 2004 wieder ein Heimat gefunden.

Gezeigt werden Werke von der Spätgotik bis zur zeitgenössischen Kunst. Herausragend die Künstler Max Klinger und Max Beckmann und die Kunst des Goldenen Zeitalters der Niederlande sowie Bilder aus der Leipziger Schule.

Museum der bildenden Künste
Leipzig, Katharinenstraße 10.

Völkerschlachtdenkmal / Forum 1813

Das von wilhelminischen Großmachtträumen geprägte Völkerschlachtdenkmal ist eines der bekanntesten deutschen Denkmäler und erinnert an den Sieg über Napoleon.

Museen in Leipzig - Völkerschlachtdenkmal
15 Jahre Bauzeit, 91m hoch – Das Völkerschlachtdenkmal erinnert an 110.000 gefallene Soldaten.

Zu den Museen in Leipzig gehört auch ein Museum über die Schlacht und ihre Auswirkungen, das dem Denkmal angeschlossen ist.

Völkerschlachtdenkmal / Forum 1813
Leipzig, Straße des 18. Oktober

Mehr über Völkerschlachtdenkmal und Forum 1813

Bummeln Sie während Ihrer Städtereise durch die Altstadt von Leipzig und genießen Sie die besonders unter jungen Leuten beliebte Stadt. Unternehmen Sie einen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Leipzig, die Museen und Ausstellungen. In der Geschichte von Leipzig erfahren Sie einiges über die bewegte Geschichte der Stadt der friedlichen Revolution.

Bach in Lübeck

Nicht ohne Buxtehudes Tochter

Bach in Lübeck - Johann Sebastian Bachs Statue in Leipzig
Hätte Johann Sebastian Bach in Lübeck Organist an der Marienkirche werden können, wenn er denn Buxtehudes Tochter geheiratet hätte.

Wäre Johann Sebastian Bach in Lübeck beinahe Organist an der Marienkirche geworden? Die Chance bestand, denn er bewunderte Dietrich Buxtehude, der damals in Lübeck tätig war und mit siebzig Jahren an seinen Ruhestand dachte. „Bach in Lübeck“ weiterlesen

Thüringer Bachwochen

Veröffentlicht: Sonntag, 8. März 2015
Ina Siedlaczek und Hille Perl treten am 11.4. in der Etterburg-Kirche bei Weimar auf.

Vom 27. März bis 19. April finden in diesem Jahr wieder die Thüringer Bachwochen statt. 50 Konzerte an den historischen Lebens- und Wirkungsorten Johann Sebastian Bachs, Eisenach, Arnstadt, Weimar oder Erfurt, sind in diesen drei Wochen geplant. Die traditionelle „Lange Nacht der Hausmusik“ eröffnet Thüringens größtes Musikfestival am 28. März mit der Matthäuspassion in der Bachkirche Arnstadt. Christoph Prégardien leitet mit dem Balthasar-Neumann-Chor und Le Concert Lorrain zwei Ausnahme-. Außerdem werden in den Konzerten u.a. die Geigerin Carolin Widmann, die Holland Baroque Society, der New Yorker Pianist Jeremy Denk, der Seoul Motet Choir, der Bariton Michael Nagy, das Danish String Quartet sowie der britische Stargeiger Nigel Kennedy erwartet. Auch außerhalb der Bachwochen sind weitere Aktionen geplant: lm August wird die zweite „Weimarer Bachkantaten-Akademie“ stattfinden, im Oktober begleitet eine Orgelwoche den internationalen „Bach | Liszt Orgelwettbewerb“. „Thüringer Bachwochen“ weiterlesen